Anzeige:
Werbung

kirchensite.de | Online mit dem Bistum Münster: Nachrichten aus der Kirche, katholischer Glaube, Spiritualität, Heiligenlexikon, Veranstaltungen, Seelsorge, Fürbitte, Bibelarbeiten, Dossiers.

. . . . .
Seite: Fragen + Glauben
29.07.2016
Artikel drucken
Logo kirchensite.
Schwester Henrike Dieker und Bruder Wolfgang Meyer.

Schwester Henrike Dieker und Bruder Wolfgang Meyer in der großen Kapelle des Herz-Jesu-Klosters in Ellewick.

Herz-Jesu-Kloster in Vreden-Ellewick

Zwei Gemeinschaften – wie in einer Familie

Vreden-Ellewick. Je nach Geschmack: Für die einen liegt das Herz-Jesu-Kloster in Vreden-Ellewick in der idyllischen Parklandschaft des westlichen Münsterlandes – für andere ist es kurz vor der deutsch-niederländischen Grenze fast am Ende der Welt. So oder so: Lebendig geht es dort allemal zu – bei den acht Canisianerbrüdern und den fünf Clemensschwestern, die in dem Kloster wohnen.

Lebendig nicht zuletzt deswegen, weil das Gebäude auf dem Gelände von "Haus Früchting" liegt. "Haus Früchting" bietet Wohnung und Arbeitsplatz für Menschen mit Behinderungen und sieht sich als "lebendiger Teil von Vreden mit vielen Beziehungen und Kontakten zum Ort und der Umgebung", wie es auf der Internetseite der Einrichtung heißt. In Ellewick, Vreden und in Ahaus-Alstätte leben 105 Frauen und Männer mit Behinderungen in verschiedenen Wohngruppen von "Haus Früchting". Außerdem unterstützt die Einrichtung im Rahmen des "Ambulant Betreuten Wohnens" weitere 30 behinderte Menschen, die eine eigene Wohnung haben. In der Werkstatt für behinderte Menschen (WfbM) sind zurzeit 154 Personen beschäftigt. 158 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind bei der Einrichtung angestellt.

Im Herz-Jesu-Kloster leben Canisianer und Clemensschwestern unter einem Dach.

Ein Zuhause für Menschen mit Behinderung

Mittendrin sind die Ordenleute. Einer von ihnen ist Bruder Wolfgang Meyer. Der 43-Jährige lebt seit zehn Jahren im Herz-Jesu-Kloster. Er ist Heilerziehungspfleger und Begleiter in der Seelsorge für Menschen mit Behinderungen in "Haus Früchting". Wenn er vor die Tür geht, dann ist er mittendrin in seiner Arbeitswelt. Als Pfleger betreut er eine Wohngruppe von Menschen mit geistiger Behinderung. "Haus Früchting bietet allen eine Heimat, Geborgenheit, Verlässlichkeit und ein Zuhause", erzählt Bruder Wolfgang. Man kennt sich in "Haus Früchting" und weiß voneinander: "Es ist schön, dass man im Prinzip alle Menschen hier kennt – ob Bewohner oder Mitarbeiter und oft auch ihre Familien."

Dieses gute Verhältnis ist Bruder Wolfgang wichtig, denn er ist nicht nur Heilerziehungspfleger, sondern eben auch als "Seelsorger in Haus Früchting" tätig; vor einigen Jahren machte er dafür eine Zusatzausbildung. Damit eröffnen sich ihm intensivere Möglichkeiten, den Menschen nahe zu sein, wie er schildert. "Mit den Bewohnern kann ich über das Leben und den Glauben sprechen. Wir können uns über unsere Erfahrungen austauschen und uns so gegenseitig Hilfe geben."

Bruder Wolfgang erzählt von einem Bewohner, der Zeit seines Lebens nichts vom Glauben wissen wollte: "Erst zwei Wochen vor seinem Tod hat er wieder zu Gott gefunden. Es waren harte Gespräche, die wir geführt haben, weil viel Bitterkeit herauskam. Am Ende ist er versöhnt mit Gott gestorben. Ich habe dies als eine große Bereicherung für mein Leben erfahren." Dankbarkeit wird spürbar, wenn der Canisianer von seiner Arbeit berichtet: "Das Gefühl des Dankes ist bei unseren Bewohnern ganz groß – das macht die Arbeit nicht nur leichter, sondern auch schön."

Bruder Wolfgang: "Ich weiß, dass ich mit allem zu Gott kommen kann – in jeder Lebenslage."

Präsenz zeigen

Neben Wolfgang Meyer gibt es noch einen weiteren Bruder in den Vierzigern. Sechs der Brüder sind zwischen 60 und 84 Jahre alt: Das Herz-Jesu-Kloster ist der Altersruhesitz der Gemeinschaft. Aber die Gemeinschaft ist weit davon entfernt, die Hände in den Schoß zu legen. Sie zeigen Präsenz. Wöchentlich feiern sie einen Gottesdienst in Ellewick mit und auch in der benachbarten Stadt Vreden sind die Brüder regelmäßig zu sehen und halten Kontakt mit den Menschen in Dorf und Stadt.

Abgesehen davon feiern auch die Brüder Gottesdienst im Kloster – und dazu kommen Nachbarn und Freunde der beiden Gemeinschaften. Bruder Wolfgang engagiert sich zudem als Präses der Kolpingsfamilie in Vreden und im dortigen Pfarrgemeinderat, zudem betreut er auch die Messdiener in Ellewick.

Mit allem zu Gott kommen können

Lebendigkeit: Das zeigt sich auch, wenn Bruder Wolfgang das Zusammenleben im Herz-Jesu-Kloster beschreibt. "Wir sind wie eine normale Familie. Es gibt Alte und Junge und manchmal knirscht es auch ein bisschen – aber das ist doch ganz normal", sagt Bruder Wolfgang. Dass die Clemensschwestern auf einer eigenen Etage mit den Brüdern im Kloster leben, findet er gut: "Ich kann mir das hier ohne die Schwestern gar nicht vorstellen." Mittags essen Ordensfrauen und -männer zusammen. Sie feiern ihre Geburts- und Namenstage, machen in der Freizeit etwas gemeinsam.

Und vor allem: Sie beten gemeinsam. Das tägliche Stundengebet findet in der kleinen Hauskapelle statt. Zu Laudes (Morgenlob), Mittagsgebet und Vesper (Abendlob) finden sich Canisianer und Clemensschwestern dort ein. Bruder Wolfgang ist das Gebet wichtig: "Beten bedeutet für mich Ruhe und Stille. Ich weiß, dass ich mit allem zu Gott kommen kann – in jeder Lebenslage. Das tut mir gut."

Im Monat Oktober nehmen die Cansianer und Clemensschwestern des Herz-Jesu-Klosters in Vreden-Ellewick die Bitten der Nutzer von kirchensite.de in ihr Beten auf.

Kontakt:

Herz-Jesu-Kloster
Brüdergemeinschaft der Canisianer
Ellewick 14
48691 Vreden
Öffnet ein Fenster zum Versenden der E-Mailbr.wolfganggmx.de

Mehr zum Thema in kirchensite.de:

  1. Öffnet internen Link im aktuellen FensterListe der Gemeinschaften, die bisher Klosterfürbitten entgegengenommen haben
  2. undefinedÜbersicht: Orden

Mehr zum Thema im Internet:

  1. Öffnet externen Link in neuem Fensterwww.canisianer.de
  2. Öffnet externen Link in neuem Fensterwww.hausfruechting.de

Text: Norbert Göckener | Fotos: Norbert Göckener  
04.10.2011

Durch das Jahr

Kräuterweihe an Mariä Himmelfahrt.

Glaubens-ABC

Engel: Gottes Bote.

Mit der Bibel leben

Bibelarbeit zum Hohelied.

Geistlicher Impuls

Irischer Reisesegen.

Heiligenlexikon

31. Juli: Ignatius von Loyola.

Kirche von A bis Z

Caritas: "Lieb" und "teuer".

VIDEO-Tipp ...

Bistumsmedien für "brüderliche Zurechtweisung".

Beitrag für Betriebsrenten

Caritas-Mitarbeiter beteiligen sich künftig an den Beiträgen für ihre betriebliche Altersversorgung.

Berufe der Kirche

Die Diözesanstelle ist Ansprechpartner für Menschen, die Interesse an einem Beruf in der Kirche haben.

Glaubenswissen

Diaspora: Christen in der Zerstreuung.

Bibelarbeiten

Die Bibelarbeiten befassen sich mit Schriftstellen aus dem Alten und Neuen Testament und eignen sich für die Gemeindearbeit und für die persönliche Auseinandersetzung mit der Heiligen Schrift.

Eine-Welt-Arbeit

Die Eine-Welt-Arbeit im Bistum Münster wird vom Referat Weltkirche im Bischöflichen Generalvikariat in Münster koordiniert.

Dossier Wallfahrt

Seit Jahrhunderten machen sich Christen auf den Weg, um unterwegs Gott ein Stück näher zu kommen.

Jahr der Barmherzigkeit

Am 8. Dezember hat Papst Franziskus das Heilige Jahr der Barmherzigkeit eröffnet.

Mariä Himmelfahrt

Papst Pius XII. Erklärte am 1. November 1950, dass Maria "nach Vollendung ihres irdischen Lebens mit Leib und Seele in die himmlische Herrlichkeit aufgenommen worden ist".

Beten mit Kindern

Vor dem Urlaub.

Das Evangelium hören

Service für Sie

Facebook

RSS-Feed Topnews

Öffnet internen Link im aktuellen FensterNewsticker für Ihr Web


Anzeigen-Sonderthema


Heiligenlexikon in "kirchensite.de"

im Heiligenkalender können Sie nach Monaten blättern. Oder wählen Sie hier nach Buchstaben aus:

 

Kontakt

  kirchensite-Redaktion:
  redaktionkirchensite.de

  Technik:
  technikdialogverlag.de

Dialogversand