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Seite: Fragen + Glauben
25.05.2012
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Beten.

"Das Gebet ist die Grundlage, auf die sich unser gemeinsames Leben hier stützt."

Bischöfliches Priesterseminar

"Jede Beziehung erfordert Engagement und Eifer"

Münster. Wenn Benedikt Wobbeler seinen Alltag im münsterschen Priesterseminar Borromaeum beschreibt, dann betont er eines mit großem Nachdruck: "Das Gebet ist die Grundlage, auf die sich unser gemeinsames Leben hier stützt." Ohne die gemeinsame feste Basis sei das Zusammenleben von mehr als 30 Studenten, die sich allesamt auf den Dienst als Priester vorbereiten, undenkbar. Und sein Mitbewohner Niklas Belting ergänzt: "Es geht darum, die Beziehung zu Jesus Christus zu pflegen. Jede Beziehung erfordert schließlich auch Engagement und Eifer."

Seit dem Jahr 2007 lebt der aus Steinfeld stammende Benedikt Wobbeler nun im Borromaeum, der Ausbildungsstätte für junge Theologiestudenten aus den Diözesen Münster, Aachen, Osnabrück, Essen und Hildesheim, die sich darauf vorbereiten, einmal das Sakrament der Priesterweihe zu empfangen. Zwischenzeitlich hat er seine obligatorischen Freisemester in Innsbruck verbracht und ist danach zum Domplatz in Münster zurückgekehrt.

Glaube ist eine Gemeinschaftssache

Das Zusammenleben unter einem Dach mit seinen Studienkollegen, aber auch dem Regens Andreas Tapken, Subregens André Pollmann und den Spiritualen Michael Höffner und Paul Deselaers sowie den drei Ordensschwestern aus dem Orden der Göttlichen Vorsehung empfindet er als große Bereicherung für seine eigene Entwicklung. "Der Glaube ist eine Gemeinschaftssache. Hier im Hause gilt es, uns gegenseitig zu stärken."

Dabei sind neben den Messen der Hausgemeinschaft in der Borromäuskapelle und den Gottesdiensten der einzelnen Wohngemeinschaften auch die Laudes am Morgen, mittags die Sext oder die Vesper am frühen Abend wichtige Einheiten des Gebets und der Einkehr, die für die Studenten nicht zuletzt auch ein Ausbrechen aus dem teilweise hektischen Studienalltag ermöglichen. Michael Höffner, seit dem Jahr 2006 Spiritual des Borromaeums und damit verantwortlich für die geistliche Begleitung und Ausbildung der Seminaristen sowie für die Liturgie im Haus, spricht mit Blick auf die festen Gebetszeiten von einer "Heiligung der Zeit".

In der Gemeinschaft des Priesterseminars begegnen sich viele unterschiedliche Charaktere.

Unterschiedliche Charaktere

Eine andere Dimension des Lebens im Priesterseminar ist dem 21-jährigen Jan Henrik Röttgers aus Bösel ganz wichtig: In der Gemeinschaft begegnen ihm viele unterschiedliche Charaktere. Das Zusammenleben in unmittelbarem Kontakt zu anderen Menschen war letztlich auch die Perspektive, die ihn dazu führte, die Frage nach seiner Berufung zum Priester zu vertiefen und den Schritt in das Seminar zu wagen. "Ich hatte eine Zeitlang darüber nachgedacht, Chemie oder Pharmazie zu studieren, mich dann aber während meines Zivildienstes doch für diesen Weg entschieden", erzählt er. Natürlich spüre auch er gelegentlich Gegenwind und längst nicht alle Weggefährten aus seiner Jugendzeit könnten seinen Schritt nachvollziehen. "Doch", so betont Jan Henrik Röttgers, "im engsten Freundeskreis erhalte ich viel Rückhalt."

Die Fragen nach der eigenen Berufung und auch nach der Zukunft des Priesters als Vorsteher größerer Gemeinden in einer sich beständig wandelnden Gesellschaft treiben die Studierenden um. In den Kursstunden, aber auch an den gemeinsamen Wochenenden beschäftigen sie sich mit ihren Ausbildern ganz gezielt mit den Herausforderungen, die sie erwarten werden. Für Benedikt Wobbeler ist es dabei ganz wichtig, dass neben der wissenschaftlichen Auseinandersetzung mit der Theologie auch das immerwährende Lernen des Gebets und der einem jeden angemessenen Formen genügend Raum erhält.

Als wirklich Überzeugte agieren

So sind vielen Seminaristen auch die persönlichen Gespräche mit ihren geistlichen Begleitern bedeutsam geworden. Eines nämlich scheint die jungen Männer zu verbinden: Sie sind überzeugt davon, dass sie in ihrem Dienst an den Menschen als wahrhaft Überzeugte agieren möchten. Man könne schließlich gerade in heutiger Zeit nur das in anderen entzünden, was in einem selber brenne.

Im Monat Juni nimmt die Hausgemeinschaft des Borromaeums die Anliegen der Nutzer von kirchensite.de (Klosterfürbitte) in ihr Gebet auf.

Kontakt:

Bischöfliches Priesterseminar Borromaeum
Domplatz 8
48143 Münster
Tel: 0251 / 41890
Öffnet externen Link in neuem Fensterwww.priesterseminar-muenster.de

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  2. undefinedMein Anliegen - Collegium Borromaeum: Lernort des Gebets (02.11.2011)
  3. Öffnet internen Link im aktuellen FensterListe der Gemeinschaften, die bisher Klosterfürbitten entgegengenommen haben

Text: Tim Schlotmann | Fotos: Tim Schlotmann
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