
Schwester Ursula bei ihrer Arbeit in einem der Sekretariate des Generalates.
Das Generalat der Vorsehungsschwestern
Hoffnung werden und Hoffnung sein in dieser Welt
Münster. Direkt im Zentrum Münsters, etwas versteckt hinter der Hildegardisschule, liegt das Generalat der Vorsehungsschwestern. Hier leben zwölf Schwestern aus Brasilien, Indonesien, Frankreich und Deutschland und kümmern sich um die internationale Gemeinschaft des Ordens.
"Wir machen das, was im weltlichen Bereich die Minister sind", erklärt Schwester Ursula die Aufgabe der Generalkoordination. Die Schwestern in Münster verfolgen die Entwicklung der Gemeinschaft der weltweit 1.586 Vorsehungsschwestern, besonders im Blick auf deren Aufgaben, und geben spirituelle Impulse.
"Ein Drittel unserer Zeit sind wir unterwegs", sagt Schwester Ursula. In ihrer fünfjährigen Amtszeit besuchen die Schwestern des Generalats Mitschwestern in Afrika, Asien, Europa und Lateinamerika. In Münster arbeiten sie in den Sekretariaten für die verschiedenen Sprachen, die sich alle im Haus befinden, und halten Sitzungen ab.
Die Vorsehungsschwestern in einer ihrer gemeinsamen Sitzungen. |
Gegründet 1842
Gegründet wurde der Orden der Vorsehungsschwestern 1842 vom Priester Eduard Michelis. Er war vom sozialen Elend, von der körperlichen und geistigen Vernachlässigung und der moralischen und seelischen Not der Kinder und Waisen aus den ärmsten Schichten Münsters sehr betroffen. Deshalb kümmerte sich der erste Konvent der Vorsehungsschwestern zunächst um Kinder in einem Armen-Waisenhaus in St. Mauritz.
"Wir möchten von Anfang an offen sein für die Nöte der Zeit. Wir wollen sehen, was die Nöte der konkreten Realität der Welt sind und nicht das tun, was wir aus unserer Sicht vielleicht gerne tun würden" – so erklärt die brasilianische Schwester Leni den Anspruch der Ordensgemeinschaft heute. So hilft beispielsweise derzeit eine Vorsehungsschwester aus Brasilien in einem Projekt mehrerer Orden in Haiti.
"Wir wollen nicht nur im Dienst für etwas sein, sondern Volk mit dem Volk sein und so die Flamme der Hoffnung brennen lassen", sagt Schwester Ursula. Dabei spielt auch das Gebet der älteren Schwestern eine große Rolle. "Es ist schön, mitzuerleben, mit wie viel innerer Anteilnahme und Gebet unsere älteren Mitschwestern uns unterstützen", freut sich Schwester Ursula. "Wir wollen Hoffnung bringen, Hoffnung werden und Hoffnung sein in dieser Welt."
Kontakt:
Generalat der Schwestern von der Göttlichen Vorsehung
Neubrückenstraße 22
48143 Münster
Tel: 0251 / 41350
Fax: 0251/ 413541
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Text: Franzis Rewer | Fotos: Franzis Rewer
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