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Seite: Fragen + Glauben
27.06.2016
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Bruder Konrad.

Bruder Konrad.

Die Canisianerbrüder in Münster

Gewachsene Gemeinschaft der Ordensbrüder

Münster. Fern vom Lärm der Innenstadt und in direkter Nähe zum Aasee wohnen mit in einem Wohnviertel die Canisianerbrüder in Münster. Gesäumt von einem großen Garten liegt in der Mitte ein großes Haus, hinter dessen Wänden es lebensfroh und herzlich zugeht. Gäste sind hier immer herzlich willkommen.

Acht Canisianerbrüder und drei Clemensschwestern bilden hier eine Gemeinschaft. "In den Häusern, in denen wir gearbeitet haben, gab es immer auch Clemensschwestern", erklärt Bruder Konrad Schneermann, der Leiter des Canisianerkonvents. Zunächst seien die Schwestern immer für die Küche zuständig gewesen, aber im Laufe der Jahre entwickelte sich daraus eine Gemeinschaft, die den Canisianerbrüdern über den Arbeitsaspekt hinaus sehr wichtig geworden ist. "Unser Haus ist klösterlich strukturiert", erklärt Bruder Konrad. So kommen die Brüder und Schwestern drei Mal am Tag zum Gebet zusammen.

Gebet in der Kapelle des Canisiushauses.

Gemeinschaft aus 33 Brüdern

Das münstersche Canisiushaus ist die Mitte der Gemeinschaft: das Mutterhaus. Hier befinden sich die Leitung, die Verwaltung und das Noviziat der Canisianerbrüder. "Wobei unsere Gemeinschaft insgesamt nur aus 33 Brüdern besteht", fügt Bruder Konrad mit einem Schmunzeln hinzu. Mit Ausnahme von zwei Brüdern, die in Mexiko tätig sind, ist die Brüdergemeinschaft der Canisianer sonst nur in Deutschland vertreten.

Bischof Johann Georg Müller gründete die Brüdergemeinschaft bereits 1854 mit dem Ziel eine Gemeinschaft für Priester zu errichten, damit diese sich gegenseitig in ihrem Dienst stärken. Die Brüdergemeinschaft entwickelte sich zu einer Gemeinschaft ohne Priester, was erst auf die Bitte von Bischof Heinrich Tenhumberg 1978 wieder geändert wurde.

"Unser Konvent hier in Münster wurde 1954 gegründet", erzählt Bruder Konrad. Bischof Michael Keller wollte die Gemeinschaft nach dem Krieg in der Bischofsstadt bekannt machen und siedelte sie aus diesem Grund in Münster an. Neben einer Umgestaltung der Satzungen, bekamen die Canisianer auch ein neues Haus, was sie bis heute bewohnen. "Gerade am Anfang ist die Gemeinschaft stark angewachsen, aber es waren nie mehr als 100 Leute", erzählt der 40-jährige Leiter des Konvents.

Große Gastfreundschaft

Die Canisianerbrüder haben immer ein offenes Ohr und eine offene Tür für ihre Mitmenschen: So wohnen zwei Obdachlose in Wohnwagen vor dem Haus und viele Gäste leben für eine Zeit lang bei den Schwestern und Brüdern mit. "Die Atmosphäre hier soll Menschen zum Glauben führen", wünscht sich Bruder Konrad. So bieten die Canisianer Exerzitien und geistliche Begleitung an und freuen sich über alle Leute, die an den Gottesdiensten teilnehmen. "Es ist schön, wenn in der geistlichen Begleitung dem Gegenüber etwas aufgeht und er wieder dankbar sein kann für sein Leben. Für mich ist es ein großes Geschenk, das Erleben zu dürfen", freut sich Bruder Konrad und blickt zuversichtlich in die Zukunft der Gemeinschaft.

Im Mai 2010 beten die münsterschen Canisianer in den Anliegen der Nutzer von kirchensite.de.

Kontakt:

Canisiushaus
Canisiusweg 23
48151 Münster
Tel: 0251 / 777680
Öffnet externen Link in neuem Fensterwww.canisianer.de

Text: Franzis Rewer | Fotos: Franzis Rewer, Michael Bönte
03.05.2010

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