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21.08.2017
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Die Verleumdung des Apelles

Sandro Botticellis (1445-1510): "Die Verleumdung des Apelles"

Bibelarbeit zu Lukas 23,12

Herodes und Pontius Pilatus

Die Freundschaft ist ein hohes Gut. Die Heilige Schrift weiß darum: "Ein treuer Freund ist wie ein festes Zelt; wer einen solchen findet, hat einen Schatz gefunden", heißt es in poetischer Sprache bei Jesus Sirach (6,14). Ähnliches findet sich in der Gedankenwelt der Philosophie, die versucht, das Wesen der Freundschaft zu verstehen, ihre Facetten zu unterscheiden und zu gewichten. So sagt etwa Aristoteles in der Nikomachischen Ethik: "Ohne Freundschaft möchte niemand leben, hätte er auch sonst alle Güter". Sie ruhe auf drei Säulen: Freiheit, Gleichheit und Gemeinsamkeit. Als solche sei sie zutiefst human, weil ja der Mensch auf den Austausch mit anderen hin angelegt und ausgerichtet sei.

Alles sehnt sich nach Freundschaft. Doch unter Menschen mit ihren Fehlern und Schwächen kann sie wohl nie ganz gelingen. Vieles kommt darauf an, die richtigen Freundinnen und Freunde  zu wählen. Denn Freundschaft kann auch in die Irre führen, kann dunkle Seiten annehmen und Schlechtes hervorbringen. Auch das weiß die Bibel zu erzählen.

Pontius Pilatus und Herodes sind sich eigentlich spinnefeind. Der eine regiert mit strenger Hand, der andere will sich selbst ein Denkmal setzen. Beide kämpfen um die Macht. Beide belauern einander und stecken das Feld ab, beiden klebt Blut an den Händen: Der eine hat eine Pilgergruppe aus Galiläa ermordet (Lk 13, 1-2), der andere sorgte für die Hinrichtung des Täufers Johannes (Mk 6, 17-29). Ist es mehr als Zufall, dass die beiden sich nun ausgerechnet im Zusammenhang der Verurteilung und Hinrichtung Jesu näher kommen? Pilatus spielt in selbstverliebter Machtlust den starken Mann, der nach Gutdünken seinen Finger hebt oder senkt, was für seine Delinquenten Leben oder Tod bedeutet. Er scheut keineswegs davor zurück, Menschen zu demütigen, mit ihnen zu spielen und sie nach Belieben hin und her zu schieben. So schickt er Jesus aus reinem Zynismus zu Herodes. Der hingegen fühlt sich von Jesu Verhalten brüskiert, übergießt ihn mit Spott und staffiert ihn als Lumpenkönig aus, um ihn so zurück zu Pilatus zu schicken. Lukas notiert, dass beide an jenem Tag zu Freunden wurden (Lk 23,12). Aber ihre Freundschaft ist vergiftet. Sie fußt auf dem Fundament von Selbstverliebtheit und Geltungssucht, von Machthunger und Menschenverachtung. So st sie ein handfestes Beispiel für die Unheilsmacht der Sünde selbst, die im Herzen der Menschen Wohnung nehmen will, um Gutes in Schlechtes, Gesundes in Krankes, Verheißungsvolles in Abgründiges zu verzerren.

Der Text:

1: Daraufhin erhob sich die ganze Versammlung, und man führte Jesus zu Pilatus.
2: Dort brachten sie ihre Anklage gegen ihn vor; sie sagten: Wir haben festgestellt, dass dieser Mensch unser Volk verführt, es davon abhält, dem Kaiser Steuer zu zahlen, und behauptet, er sei der Messias und König.
3: Pilatus fragte ihn: Bist du der König der Juden? Er antwortete ihm: Du sagst es.
4: Da sagte Pilatus zu den Hohenpriestern und zum Volk: Ich finde nicht, dass dieser Mensch eines Verbrechens schuldig ist.
5: Sie aber blieben hartnäckig und sagten: Er wiegelt das Volk auf und verbreitet seine Lehre im ganzen jüdischen Land von Galiläa bis hierher.
6: Als Pilatus das hörte, fragte er, ob der Mann ein Galiläer sei.
7: Und als er erfuhr, dass Jesus aus dem Gebiet des Herodes komme, ließ er ihn zu Herodes bringen, der in jenen Tagen ebenfalls in Jerusalem war.
8: Herodes freute sich sehr, als er Jesus sah; schon lange hatte er sich gewünscht, mit ihm zusammenzutreffen, denn er hatte von ihm gehört. Nun hoffte er, ein Wunder von ihm zu sehen.
9: Er stellte ihm viele Fragen, doch Jesus gab ihm keine Antwort.
10: Die Hohenpriester und die Schriftgelehrten, die dabeistanden, erhoben schwere Beschuldigungen gegen ihn.
11: Herodes und seine Soldaten zeigten ihm offen ihre Verachtung. Er trieb seinen Spott mit Jesus, ließ ihm ein Prunkgewand umhängen und schickte ihn so zu Pilatus zurück.
12: An diesem Tag wurden Herodes und Pilatus Freunde; vorher waren sie Feinde gewesen.
13: Pilatus rief die Hohenpriester und die anderen führenden Männer und das Volk zusammen
14: und sagte zu ihnen: Ihr habt mir diesen Menschen hergebracht und behauptet, er wiegle das Volk auf. Ich selbst habe ihn in eurer Gegenwart verhört und habe keine der Anklagen, die ihr gegen diesen Menschen vorgebracht habt, bestätigt gefunden,
15: auch Herodes nicht, denn er hat ihn zu uns zurückgeschickt. Ihr seht also: Er hat nichts getan, worauf die Todesstrafe steht.
16: Daher will ich ihn nur auspeitschen lassen, und dann werde ich ihn freilassen.
(17)
18: Da schrien sie alle miteinander: Weg mit ihm; lass den Barabbas frei!
19: Dieser Mann war wegen eines Aufruhrs in der Stadt und wegen Mordes ins Gefängnis geworfen worden.
20: Pilatus aber redete wieder auf sie ein, denn er wollte Jesus freilassen.
21: Doch sie schrien: Kreuzige ihn, kreuzige ihn!
22: Zum dritten Mal sagte er zu ihnen: Was für ein Verbrechen hat er denn begangen? Ich habe nichts feststellen können, wofür er den Tod verdient. Daher will ich ihn auspeitschen lassen, und dann werde ich ihn freilassen.
23: Sie aber schrien und forderten immer lauter, er solle Jesus kreuzigen lassen, und mit ihrem Geschrei setzten sie sich durch:
24: Pilatus entschied, dass ihre Forderung erfüllt werden solle.
25: Er ließ den Mann frei, der wegen Aufruhr und Mord im Gefängnis saß und den sie gefordert hatten. Jesus aber lieferte er ihnen aus, wie sie es verlangten.

Hintergründe:

Lukas reiht verschiedene Szenen aneinander, die durch das gemeinsame Thema der Verurteilung Jesu miteinander verbunden sind. Sie alle werfen ein Licht auf die ursprüngliche Absicht des Pilatus, Jesus frei zu geben:

VV 1-7 Erste Feststellung der Schuldlosigkeit Jesu durch Pilatus
VV 8-12 Feststellung der Schuldlosigkeit Jesu durch Herodes
VV 13-16 Zweite Feststellung der Schuldlosigkeit Jesu durch Pilatus
VV18-23 Dritte Feststellung der Schuldlosigkeit Jesu durch Pilatus
V24f. Nachgeben des Pilatus auf Druck der Menge

Der Evangelist kannte, wie sich von Apg 4, 23-31 her vermuten lässt, eine christliche Auslegung des Psalms 2, die Pilatus zu den "Königen der Erde" und Herodes unter die "Herrscher" zählt (Apg 4,26). Vielleicht hat er deshalb – im Unterschied zu Markus, Matthäus und Johannes - den Herodes Antipas mit hineingestellt in die Passionserzählung Jesu. Das freilich nicht ohne Geschick: Die Herodesszene (VV6-12) wird zwischen zwei Pilatusszenen (VV1-5 und VV 13-16) platziert. Anders als der römische Statthalter Pilatus, der – wenngleich aus Kalkül - anfänglich um Gerechtigkeit bemüht zu sein scheint, bekommt Herodes, der sensationsgierige (vgl. V8) Machtprätendent, von Jesus keine Antwort  auf seine bohrenden Fragen (Lk 23,9; vgl. auch Lk 9,9). Anders als in der Schilderung des Markus (Mk 15,17) sind es denn auch die Soldaten des Herodes, die anschließend den Gefangenen Jesus mit Hohn und Spott übergießen, indem sie ihm u.a. ein Prunkgewand ihres Herrn umhängen. Herodes wird so in ein noch dunkleres Licht gestellt (vgl. Lk 13,32). Der sofort anschließende Hinweis auf die neugeschlossene Freundschaft zwischen Pilatus und Herodes zieht schlussendlich auch den Römer mit hinab in die Sphäre des Zwielichtigen.

Erste Szene (VV1-7):
Nach Feststellung der Schuld Jesu, behauptet zu haben, der Sohn Gottes zu sein (vgl. Lk 22,70f.), führt die "Versammlung", nämlich der Hohe Rat, die oberste Jerusalemer Selbstverwaltungsbehörde, Jesus bis vor Pilatus. Wenn alle mitgehen, zeigt dies, dass sie sich einig sind.

Es war ein Rechtsgrundsatz der Römer, dass Prozesse dort geführt werden, wo eine Straftat begangen wurde. Insofern ist die Überstellung Jesu an Herodes ein Freundlichkeitsakt. Gerichtsherr ist aber der römische Statthalter.

Pilatus entstammte dem angesehenen römischen Rittergeschlecht der Pontier. Von 26-36 n.Chr. war er Statthalter in Palästina, Chef der römischen Militär- und Finanzverwaltung dort. Der Geschichtsschreiber Philo von Alexandrien beschreibt Pilatus als "von Natur aus unbeugsam, eigenwillig und unnachgiebig", "ein boshafter und unversöhnlicher Mensch", korrupt, gewalttätig und grausam (LegGai 301-303). Für gewöhnlich residierte der Statthalter in Caesarea am Mittelmeer, zog jedoch aus Anlass größerer Wallfahrtsfeste – eskortiert und beschützt von einer 760 Mann starken Kohorte - nach Jerusalem. Hier logierte er im Palast des Herodes. Sein Richterstuhl wurde auf dem Vorplatz errichtet (Josephus, Bell I, 402; II, 301).

 Die Ankläger, die sich vor diesem Richterstuhl postiert haben, werfen Jesus vor, er wiegle das Volk auf und stifte es zum Aufstand an. Man wird in diesem Zusammenhang in der Tat auf Jesu Tempelaktion zu verweisen haben (vgl. Lk 19, 35-40). Des Weiteren eifere Jesus zur Verweigerung der Steuern und somit gegen die Wahrnehmung der römischen Bürgerpflicht.  Die Anklage des Hohen Rates wird schon hier böswillig lanciert (vgl. nur Lk 20,25): Politische Vergehen werden nämlich verlässlicher und härter geahndet als religiöse Unstimmigkeiten. Nicht von ungefähr wird denn auch im Zuge der dritten Anschuldigung ein verdrehtes Detail aus dem Verhör beim Hohenpriester (Lk 22, 67.70) eingestreut, Jesus behaupte, König zu sein. In den Ohren des Römers soll und muss das nach Hochverrat klingen.

Pilatus scheint von Anfang an zu spüren, dass die Anklage nicht fundiert ist. Allein der dritte Punkt scheint ihn wirklich zu interessieren. Seine Frage ("Du bist der König der Juden?") drückst am ehesten ironische Verwunderung aus: Diese gedemütigte Kreatur sollte eine reale politische Gefahr darstellen?

Immerhin verschafft die Frage Jesus die Möglichkeit, die Dinge zu explizieren. Da Jesus kein weltliches Königtum im Sinn hat, ist seine rätselhaft mehrdeutige Antwort ("Du sagst es") wahrscheinlich nicht als Bestätigung (und damit als Geständnis) zu deuten, sondern als eine Spiegelung (Das behauptest Du). Ein Geständnis hätte nach römischem Recht jede weitere Gerichtsverhandlung erübrigt (Schuldfeststellungsverfahren) und zur unverzüglichen Hinrichtung des Hochverräters geführt. Stattdessen erklärt Pilatus, dass er den Angeklagten für politisch ungefährlich und im Sinne der Anklage für unschuldig erachtet. Diese Feststellung markiert nicht nur den Höhepunkt der Szene, sondern ist zugleich der – bittere - rote Faden, den Lukas durch die gesamte Schilderung der Verurteilung und Hinrichtung Jesu zieht.

Nach dieser Erklärung des Pilatus stünde eigentlich der Freispruch Jesu zu erwarten. Dass Pilatus ihn angesichts des Protestes der Ankläger offenbar nicht umzusetzen imstande ist, offenbart seine politische und menschliche Schwäche.

Der Hinweis der Gegner Jesu, er wiegle das Volk im Ganzen Land auf, und insbesondere das Stichwort "Galiläa" (V5) lässt Pilatus aufhorchen. Er will wissen, ob Jesus Galiläer ist. Als solcher käme er aus dem Herrschaftsgebiet des Tetrarchen Herodes Antipas. Es dürfte ein besonderes Schmankerl seines menschenverachtenden Habitus sein, wenn Pilatus den Galiläer Jesus nun zu Herodes schicken lässt, der sich ebenfalls zum Passa-Fest in Jerusalem aufhielt.

2. Szene (VV8-12):
Herodes ist hocherfreut. Lukas lässt die Begegnungsszenerie allerdings bestimmt sein durch den Kontrast zwischen dem nahezu sensationsgierigen Provinzfürsten und der weiterhin vehement vorgetragenen Anklage einerseits und dem beharrlichen Schweigen Jesu andererseits. Sein Schweigen rückt Jesus wiederum in das Licht jenes großen Gottesknechtes (Jes 52,13 – 53,12), der sein Leidensgeschick demütig auf sich nimmt und "seinen Mund nicht auftut" (Jes 53,7). Es lässt aber auch den Herodes erkennen, dass Jesus die Rolle seines Landesherrn umfassend gering schätzt. Der Preis liegt in weiterer Demütigung und Misshandlung. Danach schickt der offenkundig machtlose, sich aber doch geschmeichelt fühlende Herodes Jesus zurück zu Pilatus.

3. Szene (VV13-16):
Die neue Szene beginnt, indem Pilatus die Ankläger zusammenruft: Hohepriester, Oberste und das Volk. Hohepriester und Oberste bilden das Synedrium, Lk 24,20 skizziert sie als Initiatoren des Todes Jesu. Dass darüber hinaus "das Volk" mitmacht, entwickelt nicht nur das Bild breiter Ablehnung, sondern auch umfassender Arg- und Ahnungslosigkeit.

Ihnen allen gegenüber erklärt Pilatus erneut, dass er "diesen Menschen" Jesus für unschuldig erachtet. Er wiederholt in diesem Zusammenhang die Anklage aus V2 und beteuert, dass er nach öffentlichem Verhör nur feststellen kann, dass die Anklage gegenstandslos ist. Damit ist wiederum der Kontrast geschaffen zum späteren Handeln des Statthalters, der seine wahren Motive und Wertigkeiten offenkundig werden lässt.

Schon mit seinem der Menge entgegenkommenden Vorschlag, Jesus vor der Freilassung auspeitschen zu lassen (V16), lässt sich Pilatus de facto auf die Sache der Ankläger ein. Denen geht es schon lange nicht mehr um Recht und Gerechtigkeit, sondern um Macht und die Durchsetzung ihres Willens.

4. Szene (VV18-23):
Jesus soll des Todes sein ("Weg mit diesem!"). Um das Ziel zu erreichen, ist man sogar gewillt, einen verurteilten Mörder höher zu schätzen als Jesus. Das Rechtsempfinden der Leute scheint außer Kontrolle geraten zu sein. Lukas vergisst das nicht. Im zweiten Teil seines Werkes, der Apostelgeschichte, lässt er Petrus die Ereignisse rückblickend in seiner Pfingstpredigt kommentieren: das Volk von Jerusalem habe Jesus "durch die Hand Gesetzesloser" umgebracht (Apg 2,23).

Zwar widersteht der Römer für eine gewisse Zeit noch dem Verlangen der Masse, versucht zu argumentieren und zu begründen, und stellt ein drittes und letztes Mal fest, dass Jesus seiner – eigentlich maßgeblichen - Ansicht nach unschuldig sei, zumindest habe er keine mit der Todesstrafe zu ahnende Tat begangen (vgl. V15.22). Auch wiederholt er seine Absicht, Jesus freilassen zu wollen, ihn zuvor höchstens auspeitschen zu  lassen (V22).

5. Szene (V24f.):
Aber schließlich knickt der höchste Richter ein, erscheint nun selbst wie ein Gefangener der "öffentlichen Meinung". Dass er darin gerade in seiner Hauptaufgabe, für Frieden, Sicherheit und Gerechtigkeit zu sorgen (vgl. Iustianus Augustus, Dig I, 18.13), kläglich scheitert, ist nur noch ein Nebeneindruck. Vor allem bleibt der Eindruck eines popularitätssüchtigen, schwachen und Menschen geringschätzenden Machthabers, der sich in dunkelster Stunde auch noch mit ihm ebenbürtigen Mächten der Finsternis zu verbrüdern versteht.

Anregung für eine Bibelarbeit

a) Bibel-Teilen in 7 Schritten

1. Einladen:
Wir werden uns bewusst, dass der Herr in unserer Mitte ist (vgl. Mt 18,20).
Dies soll in einem freien Gebet zum Ausdruck gebracht werden.

2. Lesen:
Wer möchte die Verse vorlesen? Sie vielleicht ein wenig erläutern und erhellen, dann noch einmal ruhig vorlesen.

3. Verweilen:
Wir suchen nun Verse oder Gedanken aus dem Text heraus und sprechen sie laut und betrachtend aus. Dazwischen wird jeweils eine Zeit der Stille gehalten. Danach wird der Text noch einmal im Zusammenhang gelesen.

4. Schweigen:
Wir werden still und lassen in der Stille Gott zu uns sprechen.

5. Austauschen:
Wir tauschen uns darüber aus, was uns angesprochen und berührt hat. Was klingt nach? Was kann mein Denken und Handeln bestimmen?

6. Beten:
Alle sind eingeladen eine Bitte oder einen Dank an Gott zu richten.

7. Lobpreisen:
Wir beten gemeinsam, in großer Ruhe das Vater-unser.

b) Anregung zur Bildbetrachtung:

Sandro Botticellis (1445-1510) allegorisches Gemälde "Die Verleumdung des Apelles" hebt in eindrucksvoller Weise ab auf die Verurteilung eines unschuldigen Menschen, der von den Personifikationen des Hasses und der Verleumdung, der Schurkerei und des Betruges vor einen Richterstuhl gezerrt wird. Der Richter wird umgarnt von den Personifikationen der Dummheit und der Anmaßung. Am Rande des Bildes steht in Lumpen mit verdeckten Augen die Personifikation der Reue; aber auch die Wahrheit, die mit empor gestrecktem Arm den Himmel zum Zeugen der Verleumdung anruft.

1. Lk 23, 1-25 langsam lesen
2. Das Bild betrachten und versuchen, es in das Licht des Bibeltextes zu tauchen.
3. Wer ist Jesus? Was geschieht mit ihm? Wie verhält er sich?
4. Wie agiert der Richter? Was zeichnet ihn aus? Was treibt ihn?
5. Wie verhält sich die Masse? Hat sie Sinn für Gerechtigkeit?
6. Ist Jesus hier gottverlassen? Wie könnte Gottes Wille und Weg beschrieben werden?

Buchhinweis:

H. Klein, Das Lukasevangelium, Göttingen 2006

W. Eckey, Das Lukasevangelium unter Berücksichtigung seiner Parallelen, Teilband 2, Neukirchen-Vluyn 2006

Th. Söding, Größere Liebe hat niemand. Über echte und falsche Freunde in der Bibel und die Beziehung zu Gott, in: Zeitzeichen 6/2009, 26-28

Zum Herunterladen:

  1. Leitet Herunterladen der Datei einBibelarbeit zu Lukas 23,12: Herodes und Pontius Pilatus

Mehr Informationen im Internet:

  1. Öffnet externen Link in neuem Fensterwww.kirchensite.de/bibelarbeiten

Text: Dr. Robert Vorholt, Ruhr-Universität Bochum, Katholisches Bibelwerk im Bistum Münster (Öffnet externen Link in neuem Fensterwww.bibelwerk.de) in Kooperation mit Öffnet externen Link in neuem Fensterkirchensite.de | Foto: Archiv
März 2010

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