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Seite: Fragen + Glauben
24.03.2017
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Maria und Josef bringen Jesus in den Tempel. Hier treffen sie auf Simeon und die Prophetin Hanna.

Maria und Josef bringen Jesus in den Tempel. Hier treffen sie auf Simeon und die Prophetin Hanna.

Bibelarbeit zu Lukas 2,29

"Nun lässt du, Herr, Deinen Knecht in Frieden gehen"

Verheißungsvoll Abschied nehmen

Einleitung

Bibelkundigen Menschen ist "der greise Simeon" als ein Mann vertraut, für den sich kurz vor seinem Tod sein Lebensglück erfüllt: Er hält jenes erst 40 Tage alte Kind, dem nach seiner Beschneidung am achten Tag der Name "Jesus" (JHWH ist Rettung und Heil) gegeben wurde, in Jerusalem im Tempel überraschend in den Armen und verkündigt dessen messianische Berufung vorausschauend. Simeon ist zusammen mit der Prophetin Hanna, die sich seinem Beispiel anschließt, zu einem Sinnbild für die im hohen Alter zu erlangende Weisheit von suchenden Menschen geworden.

Die in Lk 2,25–35 geschilderte Szene im Tempel von Jerusalem rührt Menschen heute auch deshalb an, weil sie es als stimmig empfinden, wenn ältere Menschen das neue junge Leben freudig begrüßen und es in Beziehung setzen zur eigenen endenden Lebenszeit. Angesichts des nicht selten erreichten hohen Lebensalters erleben viele Urgroßväter und Urgroßmütter gegenwärtig das Glück, eine Weiterführung der eigenen Familientradition durch junge Nachkommen voller Freude erahnen zu können.

Simeon hat nicht nur eine frohe Kunde für die Eltern von Jesus. In die Freude mischt sich auch bereits eine Sorge. Nachdenklich stimmt vor diesem Hintergrund, was in einem literarischen Zeugnis Marián Hatala(1) einen Vater seinem Sohn fünf Stunden und zwölf Minuten nach seiner Geburt sagen lässt:

"Da ist sie also
nie die Welt gut genug
gut genug aber
dich auf ihr zu erwarten
dich erwartet zu haben auf ihr

und du weinst
siehst sie noch nicht
und weinst schon
kennst sie noch nicht
und weinst schon
verstehst sie noch nicht
und weinst schon
doch wenn du sie begreifen wirst
wirst du erst recht weinen
und zu lachen beginnen"

Die Freude des Vaters über die Geburt des Kindes ist nicht ungetrübt. Das zarte, verletzliche, ohne Hilfe nicht lebensfähige kleine Wesen vor Augen denkt er an das, was den Sohn erwarten wird in der Welt, so wie sie ist. Sie ist oft zum Weinen. Neugeborene beweinen die ungewohnte Kühle, die sie umgibt; sie leben in unvertrauter Ungewissheit, satt zu werden; das Licht blendet sie; viele Hände wollen sie halten. Neugeborene haben den mütterlichen Schutzraum verloren.

Der Tübinger Alttestamentler Fridolin Stier (1902–1981) beschreibt an seinem 72. Geburtstag sein Geburtserlebnis so: "Nach neun Monaten Schmarotzerleben von Blut und Atem meiner Mutter, zu guter Letzt unter Druck gesetzt, in zunehmender Atemnot um mein Leben mich wehrend, stoßweise bedrängt von den Gebärwehen der Mutter und schließlich hinausgeworfen, buchstäblich an die Luft gesetzt zum ersten Atemzug und ersten Schrei – vom Betroffenen aus im Rückblick gesehen eine Katastrophe: Hinauswurf aus dem wärmsten aller Nester, ein brutaler Gewaltakt gleich zu Beginn, dem noch viele folgten: Gewaltsame Hinaus- und Hineinwürfe in die ‚Existenz‘, die trotz immer größerer Selbstbeteiligung und Verantwortung mit der ersten Geburt die Passivität und die Eigenschaft gemeinsam haben, dass man erst hinterher davon erfährt, was mit einem geschehen ist – Zweiundsiebzig. Der allerletzte Hinauswurf steht mir ins Haus. Der erste war katastrophal, ‚ein Todeskampf‘, aber er stieß mich ins Leben, auch der letzte wird eine Katastrophe sein, ein Stoß aber – wohin".(2) Betagte Menschen blicken im Wissen um ihr Ende auf ihren Anfang zurück. Der Lebensbeginn eines Neugeborenen ist Anlass, auf das Kommende zu blicken. Lebenserfahrene Menschen wissen um die Nöte, die das Leben für jeden Menschen bereit hält.

In einer Neuausgabe von Psalmenübersetzungen von Fridolin Stier(3) hat die Herausgeberin diesen Text mit Psalm 90 verbunden, in der der Beter spricht: "Ehe die Berge wurden geboren, in Wehen sich Erde und Festland wanden – von ureinst her bis urletzt hin, Gott, bist du. Zurück zum Staub lässt du den Menschen kehren: Weil du gesagt hast: Kehrt zurück, ihr Adamskinder. (…) Unsere Jahrestage sind: siebzig Jahre, und wenn‘s hochkommt, achtzig Jahre; und ihre Unrast ist Unrast und Weh. (…) Unsere Tage recht zu zählen – lass es uns wissen, dass wir ein weises Herz bekommen!" (Ps 90, 2-3. 10. 12).

Der gläubige Mensch weiß um seine begrenzte Lebenszeit. Ihn tröstet das Wissen um Gott, der allen geschaffenen Zeiten enthoben ist. Die Bibel vergleicht die Beziehung zwischen Gott und den Geschöpfen mehrfach mit Metaphern, die dem Lebensbereich der Schwangerschaft und der Geburt entnommen sind (vgl. Num 11,12). Durch schmerzhafte Wehen hindurch wird die alte Schöpfung von Gott geboren. Auch die neue Schöpfung liegt noch in Wehen (vgl. Röm 8,22). Aus der bedrängenden Wahrnehmung der Gegenwart erwächst die Frage nach dem Anfang und dem Ende des eigenen Lebens sowie nach dem Leben der gesamten göttlichen Schöpfung.

Der weise und schriftkundige Simeon schaut beim Anblick des Kindes Jesus auf seine abschiedliche, vom bevorstehenden Tod gezeichnete Existenz voraus und findet zu innerem Frieden. Er weiß um die Not, die Jesus im Leben bevorsteht. Gerade seiner Mutter Maria wird es sehr schwer werden, den in den Tod führenden Lebensweg des Sohnes zu begleiten. Die gläubige Gewissheit, mit eigenen Augen in Jesus das Heil geschaut zu haben, verbindet Simeon mit den erstaunten Eltern Maria und Josef.

Der Text

Lukas 2,
22 Dann kam für sie (Maria und Josef) der Tag, der vom Gesetz des Mose vorgeschriebenen Reinigung. Sie brachten das Kind nach Jerusalem hinauf, um es dem Herrn zu weihen,
23 gemäß dem Gesetz des Herrn, in dem es heißt: Jede männliche Erstgeburt soll dem Herrn geweiht sein.
24 Auch wollten sie ihr Opfer darbringen, wie es das Gesetz des Herrn vorschreibt: ein Paar Turteltauben oder zwei junge Tauben.
25 In Jerusalem lebte damals ein Mann namens Simeon. Er war gerecht und fromm und wartete auf die Rettung Israels, und der Heilige Geist ruhte auf ihm.
26 Vom Heiligen Geist war ihm offenbart worden, er werde den Tod nicht schauen, ehe er den Messias des Herrn gesehen habe.
27 Jetzt wurde er vom Geist in den Tempel geführt; und als die Eltern Jesus hereinbrachten, um zu erfüllen, was nach dem Gesetz üblich war,
28 nahm Simeon das Kind in seine Arme und pries Gott mit den Worten:

29 Nun lässt du, Herr, deinen Knecht, wie du gesagt hast, in Frieden scheiden.
30 Denn meine Augen haben das Heil gesehen,
31 das du vor allen Völkern bereitet hast,
32 ein Licht, das die Heiden erleuchtet, und Herrlichkeit für dein Volk Israel.

33 Sein Vater und seine Mutter staunten über die Worte, die über Jesus gesagt wurden.
34 Simeon segnete sie und sagte zu Maria, der Mutter Jesu: Dieser ist dazu bestimmt, dass in Israel viele durch ihn zum Fall kommen und viele aufgerichtet werden, und er wird ein Zeichen sein, dem widersprochen wird.
35 Dadurch sollen die Gedanken vieler Menschen offenbar werden. Dir selbst aber wird ein Schwert durch die Seele dringen.

Hintergründe und Zusammenhänge

Die prophetische Weissagung des Simeon reiht sich ein in die große Zahl der Zeugnisse in der Religionsgeschichte, die einen Zusammenhang herstellen zwischen den Besonderheiten in der frühen Lebensgeschichte eines Menschen und der Erkenntnis seiner großen Bedeutung. Die hier zu besprechende erzählte Begebenheit zielt im Sinne des Lukas vor allem eines an: die Verkündigung der messianischen Sendung Jesu zu Israel und durch Israel (nicht ohne Israel) zu allen Völkern. Mit ihrem Gang hinauf nach Jerusalem und ihrem Opfer im Tempel 40 Tage nach der Geburt eines Sohnes (nach acht Tagen ist die Beschneidung vorgesehen, nach weiteren 33 Tagen das Ende der Zeit der Unreinheit der Mutter) erweisen sich Josef und Maria als gesetzestreue Glieder der toratreuen Glaubensgemeinschaft Israel (vgl. Lev 12).

Die szenische Ausgestaltung mit dem Auftritt des Simeon, der in seiner Person das gottesfürchtige (fromme und gerechte) Israel und dessen Hoffnung auf Errettung durch Gottes Messias sinnbildlich verkörpert, dient der Konkretisierung eines theologischen Grundanliegens, das Lukas (im Sinne des Paulus, mit dessen Gedanken er vertraut und innerlich verbunden ist) in seinem Doppelwerk (Evangelium und Apostelgeschichte) zur Darstellung bringt: Lukas nimmt die in der prophetischen Literatur Israels enthaltene Erwartung eines universalen Friedensreichs auf und sieht diese Zeit angebrochen im Kommen des Messias Jesus Christus. Das Gebet des Simeon setzt daher mit dem Wort "nun" ein und betont so die von Gott gewirkte Wende heute, jetzt, hier, von nun an.

Lukas nimmt viele Vorstellungen und Bildworte auf, die in der alttestamentlichen Überlieferung von hoher Bedeutung sind. In vielen Kommentaren finden sich Hinweise insbesondere auf die Nähe der Erzählung von Simeon zu Vorstellungen in dem Teil des Prophetenbuches Jesaia, der in der Zeit des Babylonischen Exils entstanden ist (Deuterojesaia: Jes 40-55). Simeon erwartet – wörtlich übersetzt – die "Tröstung" Israels (vgl. Lk 2,25). Damit nimmt Lukas ein Wort des ersten Verses von Deuterojesaia auf, in denen der Prophet im Sinne Gottes selbst die kommende Tröstung verheißt (vgl. Jes 40,1). "Trost" wird Israel damals in der Gefangenschaft in Babylon zugesprochen. Erfahrungen mit dem Dasein als unfreie Sklaven und der unerwarteten Befreiung hat Israel ursprünglich und für die weiteren Zeiten bestimmend in Ägypten gesammelt. In der Tradition dieser Bildwelt bezeichnet sich Simeon wie viele Gottesfürchtige als "Knecht" oder "Sklave" Gottes. Ein Herrschaftswechsel wird so beschrieben: Als Gottes Knecht ist Simeon frei – von Gott selbst befreit.

Das Gebet des Simeon enthält weitere Worte, die alttestamentliche Verheißungen aufnehmen. Simeon ist zuversichtlich, "in Frieden" sterben zu können. Die Hoffnung, in Frieden sterben zu können, ist ein wichtiges Motiv in den Sterbegebeten der Frommen in Israel. Der Wunsch nach Frieden wird beim Eintritt in ein Haus oder auch beim Verlassen desselben von Gästen und Gastgebern formuliert (vgl. Jdt 8,35; Tob 12,17). Begrüßung und Abschied werden von Friedensgesten begleitet. In Gebeten, die Segen erbitten, ist die Bitte um Frieden zentral wichtig. "Schalom" ist ein hebräisches Wort, das viele Menschen verstehen: Es meint gewiss nicht nur den Frieden zwischen verfeindeten Völkern, die Krieg miteinander führten; es meint auch (im ganzheitlichen Sinn) den inneren Frieden, den Menschen angesichts der gläubigen Gewissheit ihrer Gottesgemeinschaft finden können.

Die Rede vom "Licht für die Völker" ist insbesondere bei Deuterojesaia überliefert (vgl. Jes 42,6; 49,6). Diese Redefigur ist an beiden Stellen mit der Berufung des leidenden Gottesknechts verbunden, der durch Leiden hindurch gehen muss und so den Völkern das von Gott bereitete Heil verkündigt. Lukas stellt Jesus durch das Gebet des Simeon in diese Tradition: Jesus bringt allen Völkern "Licht": die Erkenntnis Gottes durch sein eigenes, von Leiden gezeichnetes Leben. In diesem Zusammenhang ist das Wort des Simeon an Maria gut verständlich: Der Mutter wird es nicht verborgen bleiben, dass ihr Sohn leidet und stirbt. Im Sinne der Gottesknechtslieder, die in den Passionserzählungen der Evangelien insbesondere bei Matthäus und Johannes Aufnahme gefunden haben, wird Jesus durch Simeon bereits als neugeborenes Kind in den Deutungshorizont seines Lebensendes gestellt.

Auffällig ist, wie eindringlich Lukas erwähnt, Simeon werde von Gottes Geist bewegt, in den Tempel zu gehen, zur Glaubenserkenntnis zu kommen und das Wort öffentlich zu ergreifen. Diese Akzentsetzung ist im Blick auf das gesamte Lukasevangelium stimmig. Neben Paulus und Johannes gehört Lukas zu den Geisttheologen im Neuen Testament. Lukas beschreibt alle wichtigen Lebensmomente Jesu als geistgewirkt: die Empfängnis im Schoß der Maria (vgl. Lk 1,35), die Versuchung in der Wüste (vgl. Lk 4,1), der Beginn seiner Predigt, insbesondere jene in der Synagoge von Nazaret (vgl. Lk 4,14-21) und die vielen Heilungen durch sein Wort. In diese Reihe fügt sich gut ein, wenn Simeon vom Geist Gottes zu seinem Bekenntnis geführt wird. In der Apostelgeschichte nimmt Lukas die geisttheologische Perspektive erneut auf und weitet sie in der Erzählung vom Pfingstfest erneut in universaler Perspektive: Menschen aus allen Ländern können das Evangelium in ihrer Sprache verstehen (vgl. Apg 2,1–13).

Das – begrifflich erfasst mit den beiden ersten lateinischen Worten "Nunc dimittis" ("Nun lässt du scheiden …") – in die Geschichte der christlichen Tagzeitenliturgie als Nachtgebet in die Komplet eingegangene Gebet des Simeon ist in der Reihe der vier Gebete, die die kirchliche Tradition Lk 1–2 entlehnt, das letzte in der Bezeugung des Lukas. Ihm gehen das Magnifikat (vgl. Lk 1,46-55), das Benediktus (vgl. Lk 1,68–79) und das Gloria (vgl. Lk 2,14) voraus. In der kirchlichen Liturgie beginnt der Tag mit dem Gotteslob am Vorabend – somit mit dem Magnifikat. Es schließen sich in der Folge der Schrifttexte die weiteren Gebete an. Am Ende steht das Nunc dimittis. Manche Themen der vorausgehenden Gebete nimmt dieses Nachtgebet auf: die Hoffnung auf Frieden aus dem Benediktus (vgl. Lk 1,79) und dem Gloria (vgl. Lk 2,14); die Verheißung der Rettung aus dem Magnifikat (vgl. Lk 1,47) und dem Benediktus (vgl. Lk 1,69); den Blick auf Israel ebenfalls mit dem Magnifikat (vgl. Lk 1,54–55) und dem Benediktus (vgl. Lk 1,68). Wie Maria sich als Magd versteht, so versteht sich Simeon als Knecht. Solche theologischen Motive verbinden alle vier Gebete. Die Nähe zur Todesstunde des Simeon hat das Nunc dimittis zum Nachtgebet der Kirche in der Komplet werden lassen.

Jede Nacht weckt die Erinnerung an die letzte Nacht des Lebens vor dem Tod. Mit Simeon bleibt die große Freude über das Geborensein des Erlösers die vorherrschende Empfindung. Seine Augen haben das Kind gesehen und seine Bedeutung erkannt. Uns ist dieses Glück nicht geschenkt. Wir müssen warten auf die eschatologische Schau des göttlichen Retters. Für die Zwischenzeiten bleibt in jeder Nacht das Vertrauen darauf, dass Simeon sich nicht täuschte in der Erkenntnis des Messias.

Vorschläge für eine Bibelarbeit

Mit älteren Menschen

1. Bildbetrachtung: Fotos von alten Menschen in unterschiedlichen Stimmungen; Austausch über das, was in dieser Lebenszeit wichtig sein könnte.

2. Lesen von und Hören auf den gesamten Schrifttext Lk 2,22–35.

3. Simeon als einen alten Mann wahrnehmen; seine Lebenssituation mit den Bildern zu Beginn in Verbindung bringen.

4. Den Begriffen "Rettung" – "Frieden" – "Licht" nachspüren. Wo gibt es im eigenen Leben Erfahrungen, die sich mit solchen Worten in Verbindung bringen lassen? Welche Bedeutung hat in diesem Zusammenhang der Blick auf Jesus?

5. Nachdenken darüber, ob es auch im eigenen Leben bereits Situationen gab, wo sich der eigene Abschied von Lebensmöglichkeiten mit der Hoffnung auf einen Neubeginn verbunden hat.

6. Gesang des "Nunc dimittis" (Gotteslob 700)

Mit jüngeren Menschen

1. Gedicht von Marián Hatala aufnehmen und kritisch bedenken; Bild eines neugeborenen Kindes hinzunehmen; nachdenken über vorausschauende Gedanken bei der Geburt evtl. des eigenen Kindes. Wie verbindet sich der Blick mit dem Anfang mit dem Blick auf die Lebenszeit und das Ende?

2. Lk 2,22–35 lesen und in Abschnitten bedenken – Versuch dabei, die Empfindungen der beteiligten Personen zu erschließen: Wie wird es den handelnden Personen jeweils zumute gewesen sein? Kenne ich in meinem eigenen Leben ähnliche Gefühle?

3. Auswahl einer Person (kurze stille Eigenarbeit) und Versuch, dieser Person eine Stimme zu geben mit wenigen Sätzen; sich in die Lage der gewählten Person versetzen (etwa eingeleitet mit: "Ich bin jetzt Simeon – oder Josef – oder Maria – oder Jesus – oder …; so empfinde ich jetzt: …"). Die Äußerungen bleiben ohne Kommentare.

4. Kerzen entzünden und Segenswünsche aussprechen für die in der Erzählung vorkommenden Personen (Simeon, Maria, Josef, Jesus, weitere Betende im Tempel …).

Buchhinweis

Klaus Berger, Das Canticum Simeonis (Lk 2:29–32), in: Novum Testamentum 27 (1985) 27–39

Francois Bovon, Das Evangelium nach Lukas, Teilband 1: Lk 1,1 – 9,50, Zürich / Neukirchen-Vluyn 1989 (EKK III/1), 134–151

Wilfried Eckey, Das Lukasevangelium. Unter Berücksichtigung seiner Parallelen, Teilband 1: Lk 1,1 – 10,42, Neukirchen-Vluyn 22006, 155–170

Norbert Lohfink, Das Alte Testament und der christliche Tageslauf. Die Lieder in der Kindheitsgeschichte bei Lukas, in: ders., Im Schatten deiner Flügel. Große Bibeltexte neu erschlossen, Freiburg – Basel – Wien 1999, 218–236

Michi Miyoshi, Jesu Darstellung oder Reinigung im Tempel unter Berücksichtigung von "Nunc Dimittis" Lk II 22–38, in: Masao Sekine / Akira Satake (Hg.), Annual oft he Japanese Biblical Institute 4 (1978) 85–115

Walter Radl, Das Evangelium nach Lukas. Kommentar. Erster Teil: 1,1 – 9,50, Freiburg – Basel – Wien 2003, 120–134

Ders., Der Ursprung Jesu: traditionsgeschichtliche Untersuchungen zu Lk 1–2, Freiburg – Basel – Wien 1996, 203–242

Wolfgang Stegemann, "Licht der Völker" bei Lukas, in: Claus Bussmann / Walter Radl (Hg.), Der Treue Gottes trauen. Beiträge zum Werk des Lukas. Für Gerhard Schneider, Freiburg – Basel – Wien 1991, 81–97

Michael Wolter, Das Lukasevangelium, Tübingen 2008, 133–145

Zum Herunterladen:

  1. Leitet Herunterladen der Datei einBibelarbeite zu Lukas 2,29: "Nun lässt du, Herr, Deinen Knecht in Frieden gehen"

Mehr Informationen im Internet:

  1. Öffnet externen Link in neuem Fensterwww.kirchensite.de/bibelarbeiten

Anmerkungen:

(1) Marián Hatala, Dem Sohn fünf Stunden und zwölf Minuten alt, in: ders., Zum Greifen weit. Übertragung aus dem Slowakischen von Erika Annuss, Reiner Kunze und Marián Hatala, Wien 2006 (Edition Milo 3), 43.

(2) Fridolin Stier, "Vielleicht ist irgendwo Tag …", Freiburg – Basel – Wien 91997, Tagebuchnotiz zum 20. Januar 1974, 356f.

(3) Fridolin Stier, Mit Psalmen beten, Herausgegeben von Eleonore Beck, Stuttgart 2001, 68f.

Text: Prof. Dr. Dorothea Sattler, Katholisches Bibelwerk im Bistum Münster (Öffnet externen Link in neuem Fensterwww.bibelwerk.de) in Kooperation mit Öffnet externen Link in neuem Fensterkirchensite.de | Foto: Michael Bönte
12.11.2009

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