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Seite: Fragen + Glauben
25.05.2012
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Gemeinsame Puase im Alltag (v.l): Schwester Adelinde, Schwester Adegunde, Schwester Ingrid und Schwester Antonia beim Kaffee.

Klosterfürbitte: Salvatorianerinnen

Gastfreundschaft zwischen Gebet und Gemeinschaft

Münster. Hell und einladend wirkt der Eingangsbereich des Salvatorkollgs in Münster. Hier sind neben den elf Patres der Ordensgemeinschaft auch vier Salvatorianerinnnen zu Hause. "Jesus, der den Menschen heilend begegnet, sie aufrichtet und zum Leben ermutigt, ist uns in unserem Leben und Wirken Vorbild", erklärt Schwester Adelgunde, die die Verantwortliche für den kleinen Konvent ist. Und so öffnen die Ordensfrauen ihre Türen mit großer Gastfreundschaft für alle, denen sie in der Begegnung Gutes tun können.

Geschichte

Der bereits seit 1888 bestehende Frauenzweig der Salvatorianer wurde von Therese von Wüllenweber gegründet. Sie war die erste salvatorianische Frau neben Johann Baptist Jordan, der bereits sieben Jahre zuvor den Männerzweig gegründet hatte. Beide verband die Leidenschaft zu Gott und den Menschen. Unter dem Vers: "Das ist das ewige Leben: Dich, den einzigen wahren Gott zu erkennen und Jesus Christus, den du gesandt hast"(Joh 17,3) als Leitgedanken, versuchten sie Menschen zu gewinnen, die für die apostolische Vision und die Sendung in Kirche und Gesellschaft aktiv mitwirkten.

In Münster schlossen sich die Salvatorianerinnen 1957 den Patres an, die einige Jahre zuvor dorthin gekommen waren. Sie übernahmen die Haushaltsführung und zunächst die Leitung des Kindergartens Heilig Geist und später in St. Gottfried. Dabei war die Hausgemeinschaft die erste Gemeinschaft, in der Patres und Schwestern im gleichen Haus leben und arbeiten.

Konvent

Auch heute übernehmen die Schwestern die vielfältigen Aufgaben, die in einem Konvent anfallen und engagieren sich ehrenamtlich. So arbeiten Schwester Adelgunde und Schwester Adelinde unter anderem bei den verschiedenen Krankenhausbesuchsdiensten mit. Auch überbringen sie Glückwünsche an Mitglieder der Pfarrgemeinde St. Gottfried zu runden Geburtstagen. Während Schwester Ingrid und Schwester Antonia ihre Kräfte im häuslichen Bereich einsetzen.

Mission

Der Tag der Schwestern ist geprägt vom gemeinschaftlichen beten und arbeiten. Dies verbindet sie auch über die Grenzen ihres Konvents hinweg mit den Schwestern, die in der Mission arbeiten. "Wir sind sehr tief mit ihnen verbunden", erklärt Schwester Adelgunde. Als ehemalige Assistentin der Generaloberin kann Schwester Adelinde, die bereits seit 62 Jahren Ordensschwester ist, von vielen Besuchen in den Missionsländern erzählen. Beinahe in allen Ländern der Welt sind heute Salvatorianer beheimatet.

Besonders freuen sich die Schwestern über ihre Hausgemeinschaft mit den Patres und die gemeinsamen Gebets- und Mahlzeiten. So werden auch Geburtstage und Feste zusammen gefeiert. In Kürze steht beispielsweise das 50- jährige Ordensjubiläum von Schwester Ingrid an, dass zusammen mit anderen Gästen gefeiert werden soll.

Gastfreundschaft

"Wir sind ein Haus der offenen Türen", erzählt Schwester Antonia. Die Gastfreundschaft ist spürbar, die Atmosphäre ist einladend. Neben den Gästen, die jeden Montag und an Festtagen zum Essen kommen, gibt es bei den Schwestern auch jeden Tag eine Essensausgabe für Bedürftige. "Fast jeden Tag kommen im Mittag Obdachlose, die in einem dafür eingerichteten Stübchen eine warme Mahlzeit bekommen", erklärt Schwester Antonia. Gastfreundschaft – für die Salvatorianerinnen in Münster eine Selbstverständlichkeit.

Kontakt:

Salvator-Kolleg
Düesbergweg 133
48153 Münster

Text: Franzis Rewer | Foto: Franzis Rewe
01.09.2009

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