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18.01.2017
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Einsturz des World-Trade-Centers am 11. September 2001.

Einsturz des World-Trade-Centers am 11. September 2001.

Vor 15 Jahren: Anschlag auf das World Trade Center

Die Welt geht zugrunde

New York. Jeder weiß, wo er damals war. Als die zwei Flugzeuge in die Zwillingstürme des World-Trade-Centers in New York rasten. Als die beiden Wolkenkratzer in sich zusammenfielen. Als tausende Menschen starben, eine monströse Aschewolke Manhattan einhüllte. Und die Welt zusah. Live. Entsetzt. Und keiner glauben konnte, was er da sah.

15 Jahre ist das an diesem Sonntag her. Fast schon Geschichte. Längst gibt es Jugendliche, die sich daran nicht erinnern können. Die Welt danach, so gänzlich anders, ist ihre Welt. Die nur etwas Älteren wissen noch, dass Al Quaida das war, was vor dem IS kam. Seitdem hält Terror im Namen eines radikalisierten Islam die Welt in Atem. Das ist nichts dagegen, wie ETA und Rote Brigaden, IRA und RAF jahrzehntelang mit Attentaten die Länder Europas in Angst und Schrecken versetzt hatten. Von den Spannungen und Ängsten im Kalten Krieg ganz zu schweigen.

"Nine-Eleven"

"Nine-Eleven" ist ein internationaler Begriff dafür geworden, dass Terror nicht nur nationale Politiker und Wirtschaftsbosse, sondern jeden treffen kann. Angst ist so global wie Finanztransfers, Handel, Klimaentwicklung und Internet-Kommunikation. Die Katastrophe wurde zum Zahlencode: So wie "24/7" in den USA für an sieben Wochentagen jeweils 24 Stunden geöffnete Geschäfte steht, wurde aus der Attacke islamistischer Terroristen "Nine-Eleven", wurde aus der Rettung versprechenden US-amerikanischen Notrufnummer 911 die Chiffre einer globalen Bedrohung.

Nichts ist seitdem, wie es zuvor war. Nur vier Wochen später, am 7. Oktober 2001, folgte der amerikanische Gegenschlag – der US-Angriff auf Afghanistan. Damit nahm die globale Tragödie ihren Lauf. Und rund 4.000 Pilger aus dem Bistum Münster lasen damals auf dem Petersplatz in Rom in ihren Zeitungen über die Luftangriffe, als sie auf den Beginn der Seligsprechung von Schwester Euthymia warteten. Auch daran kann ich mich genau erinnern. Heiliges und Schreckliches können ziemlich nah beieinander liegen.

"Schenke im Ende auch die Vollendung"

Und jetzt? Jetzt ist die Welt so, wie sie ist. Sie ist ohnehin immer so, wie sie ist. Manche sagen, so friedlich wie heute war sie nie. Die Welt geht nicht stärker zugrunde als vor 15 Jahren. Aber dass sie zugrunde geht, ist ausgemacht. Und ein gutes Stück hausgemacht, wenn man so will.

Die Botschaft des Christentums willigt darin ein – und protestiert zugleich dagegen. Sie anerkennt störrisch und unbequem, dass alles Leben endlich ist. Dass die ganze Schöpfung an ein Ende kommt. Aber sie setzt ein "Voll" davor: Vollendung. Und damit es wirklich zu einer solchen Vollendung kommt und nicht das Ende das letzte Wort hat, entlässt dieser Glaube keinen aus der Verantwortung. Für einander, für sich selbst, für diesen Planeten.

Der Code dafür ist keine Zahl, sondern ein Name: Jesus. Er hat vorgelebt, dem Guten mit Händen und Füßen zur Macht zu verhelfen, mit Hirn und Herz, Einsicht und Umkehr. Und nicht zuletzt mit dem Gebet, das alle Sorge, Angst und Hoffnung zusammennimmt, verdichtet. Zum Beispiel in den Versen eines wunderbaren Hymnus': "Du hast ins Leben alles gerufen. Herr, deine Schöpfung neigt sich zu Tode: Hole sie heim. Schenke im Ende auch die Vollendung. Nicht in die Leere falle die Vielfalt irdischen Seins. Herr, deine Pläne bleiben uns dunkel. Doch singen Lob wir dir, dem dreieinen, ewigen Gott." Als Zahlencode: Gotteslob 656.

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  1. Öffnet internen Link im aktuellen FensterBistumshandbuch: Bistumszeitung Kirche+Leben
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Text: Markus Nolte | Foto: Reuters
11.09.2016

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