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27.06.2016
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Lebensmittel.

Im Supermarkt steht der Kunde vor einer großen Auswahl an Lebensmitteln. Es gilt, nicht den Überblick zu verlieren.

"Die Welt ist, was du isst" – der Freitagstipp für die Fastenzeit

Zweiter Teil: Zwischen Paradies und "Raubzone"

Fastenzeit ist Umdenkzeit, Gelegenheit, gewohnte Gedankengänge zu durchbrechen, den Kopf neu auszurichten. Zeit, um über das eigene Handeln nachzudenken.

Wie das konkret aussehen kann, darüber haben sich der Runde Tisch Landpastoral und das Referat Weltkirche im Bischöflichen Generalvikariat Münster Gedanken gemacht. Sie geben in der Fastenzeit Tipps, die helfen, Lebensmittel neu wertzuschätzen. Im zweiten Teil der Serie geht es um den Einkauf im Supermarkt – und worauf man dabei achten sollte.

Veränderung fängt im Kopf an: Wie wäre es damit, das eigene Einkaufsverhalten zu überdenken? Worauf lohnt es sich zu achten, wenn ich durch den Supermarkt gehe? Wie kann ich dabei im Hinterkopf behalten, dass sich mein Konsumverhalten auf die Welt auswirkt? Wie kann ich einkaufen und dabei Rücksicht auf Arbeitszeiten anderer nehmen, das ökologische Gleichgewicht achten und faire Produkte finden?

Der zweite Tipp

Mit dem Einkaufkorb unterm Arm und dem Einkaufszettel in der Hand geht’s in den Supermarkt. Im Geschäft angekommen, gilt es, sich an den Einkaufszettel zu halten (siehe Tipp eins). Das ist nicht immer leicht. Man wird zunächst durch den Obst- und Gemüsebereich geführt. Der Kunde soll sich wie im Paradies fühlen, wo alle Genüsse zur Verfügung stehen. Der Blick beginnt zu wandern und findet auf Augenhöhe vor allem die etwas teureren Waren. Gleichwertige, aber günstigere No-Name-Produkte werden in den unteren Ebenen angeboten.

Am Ende der Einkaufsmeile vor der Kasse ist die so genannte "Raubzone", wo Süßigkeiten, Zigaretten und andere "Verführungen" warten – Dinge, von denen unsere Vernunft abrät. Zwischen Anfang und Ende, zwischen Genuss und Verführung, gilt es nun, die richtige Wahl zu treffen, damit auch wirklich nur die Produkte, die auf unserem Einkaufzettel stehen, den Weg in den Warenkorb finden.

Welche Grundsätze könnten uns dabei leiten? Sie sollten das eigene Einkaufsverhalten beobachten und sich selbst fragen: Wieviel Auswahl erwarte ich? Was brauche ich wirklich? Welche Lebensmittel sind gesund?

Selbstbewusst sollten Sie danach fragen, woher die Waren stammen. Bei Früchten, die nicht in Deutschland wachsen, sollten Sie auf Gütesiegel achten. Denn die garantieren fairen Handel. Produkte von Anbietern in der Region begünstigen einen regionalen Kreislauf und sichern die Wertschöpfung von Bauern und Handel aus der eigenen Umgebung. Vielerorts gibt es so genannte Gemüsekisten-Abos oder Milchprodukte, die direkt vom Bauernhof geliefert werden. Solche Bestellungen können von den Bauern gut geplant werden. Dann muss weniger weggeworfen werden.

Sie sollten sich fragen: Müssen die Regale spätnachmittags und abends noch mit Brot- und Backwaren gefüllt sein? Brot schmeckt auch am nächsten Tag noch und man kann es einfrieren. Viele Filialen in Einkaufszentren sind leider vertraglich verpflichtet, bis spät abends die Regale voll zu halten. Sprechen Sie das Personal ruhig darauf an!

Auch sollten Sie auf faire Arbeitszeiten der Verkäuferinnen und Verkäufer achten: Ist es wirklich nötig, noch um 21 Uhr einzukaufen? Und brauche ich unbedingt auch sonntags frische Brötchen?

Zum Schluss noch drei Dinge für ein gutes Gefühl beim Einkauf:

  • Frischhaltedosen mitbringen! Das spart aufwendige Verpackungen.
  • Pfandflaschen wählen! Mehrweg statt Einweg hilft Müll vermeiden.
  • Aus dem selben Grund sollten Sie auf Plastiktüten verzichten. Plastik ist nicht gut abbaubar. In einigen Ländern sind Plastiktüten sogar verboten.

Mehr zum Thema in kirchensite.de:

  1. undefinedErster Teil: Den Einkauf pfiffig planen (14.03.2014)
  2. undefinedLebensmittel wieder wertschätzen – Tipps in der Fastenzeit (05.03.2014)
  3. Öffnet internen Link im aktuellen FensterDossier: Fastenzeit und Ostern

Text: Claudia Schwarz, Ulrich Oskamp | Foto: Gabi Schoenemann / Öffnet externen Link in neuem Fensterpixelio.de
14.03.2014

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