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25.05.2012
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Das Motto des zweiten Ökumenischen Kirchentags in München: "Damit ihr Hoffnung habt – Christsein in und für die Gesellschaft".

Das Motto des zweiten Ökumenischen Kirchentags in München: "Damit ihr Hoffnung habt – Christsein in und für die Gesellschaft".

Bischof Felix Genn: Geistlicher Impuls zum Thema Ökumene (6)

"Damit ihr Hoffnung habt"

Miteinander und füreinander beten, gemeinsam unseren Glauben bekennen und gemeinsames Handeln in und für die Welt, diese Grundvollzüge aller Kirchen gehören untrennbar zusammen. Besonders im Bereich diakonischen und gesellschaftlichen Handelns der Kirchen sind die gemeinsamen Herausforderungen, aber auch die ökumenischen Möglichkeiten am größten.

Diesen Aspekt der Ökumene möchte ich besonders in den Blick nehmen. Geradezu programmatisch hat das Zweite Vatikanische Konzil formuliert: "Freude und Hoffnung, Trauer und Angst der Menschen von heute, besonders der Armen und Bedrängten aller Art, sind auch Freude und Hoffnung, Trauer und Angst der Jünger Christi." (GS Nr. 1)

Worin liegt der tiefere Grund für diese Zeitgenossenschaft und Solidarität der Christen mit den Menschen in dieser Welt? Im ersten Kapitel des 1. Petrusbriefes finden wir eine Antwort darauf: "Durch ihn (Christus) seid ihr zum Glauben an Gott gekommen, der ihn von den Toten auferweckt und ihm die Herrlichkeit gegeben hat, sodass ihr an Gott glauben und auf ihn hoffen könnt." (1 Petr 1,21)

Auf diesen biblischen Text bezog sich das Leitwort des 2. Ökumenischen Kirchentages in München im vergangenen Jahr. Es lautete: "Damit ihr Hoffnung habt – Christsein in und für die Gesellschaft".

Sicherlich geschieht heute im Bereich des gemeinsamen Handelns der Christen schon sehr viel. Ich erinnere hier dankbar an die wichtige und mit großer Selbstverständlichkeit ökumenisch geleistete Arbeit in der Telefon- und Notfallseelsorge, in den Sozialstationen, den Krankenhäusern und in der Hospizarbeit. Ich erinnere an die ökumenischen Initiativen des so genannten konziliaren Prozesses für Gerechtigkeit, Frieden und Bewahrung der Schöpfung; an das "Sozialwort der Kirchen" sowie die alljährlich ökumenisch getragene "Woche für das Leben". Ich bin auch froh darüber, dass durch die von der Orthodoxie angeregte Einführung eines ökumenischen Schöpfungstages bzw. einer gemeinsamen Schöpfungszeit (1. September bis 4. Oktober) in allen christlichen Kirchen und Gemeinschaften in Deutschland im vergangenen Jahr, die Bedeutung christlicher Schöpfungsverantwortung durch die feste Verankerung im Kirchenjahr besonders herausgehoben wird.

Aber wir sind in der Ökumene noch weit davon entfernt, die Selbstverpflichtung zu erfüllen, "auf allen Ebenen des kirchlichen Lebens gemeinsam zu handeln, wo die Voraussetzungen dafür gegeben sind und nicht Gründe des Glaubens oder größere Zweckmäßigkeit dem entgegenstehen". (II, 4) Nicht das gemeinsame, sondern das getrennte Handeln der Christen ist begründungspflichtig!

Mehr zum Thema in kirchensite.de:

  1. Öffnet internen Link im aktuellen FensterKirche von A bis Z: Gebetswoche für die Einheit der Christen
  2. Öffnet internen Link im aktuellen FensterÜbersicht: Ökumene
  3. Öffnet internen Link im aktuellen FensterDossier: Bischof Felix Genn
  4. Öffnet internen Link im aktuellen FensterÜbersicht: Geistliche Impulse

Mehr zum Thema im Internet:

  1. Öffnet externen Link in neuem Fensterwww.katholisches-rundfunkreferat-nrw.de

Text: Bischof Felix Genn | Foto: Michael Bönte
22.01.2011

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In die Tiefe gehen: Übersicht mit verschiedenen geistlichen Impulsen und Texten unterschiedlicher Autoren.

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Einhaken: Geistliche Impulse von Dr. Hermann-Josef Silberberg.

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Liturgie und Brauchtum zu Pfingsten: Ein wenig Geist und viel Frühling.

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