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25.05.2012
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Tischgemeinschaft beim Ökumenischen Kirchentag

Tischgemeinschaft beim Ökumenischen Kirchentag 2010 in München.

Bischof Felix Genn: Geistlicher Impuls zum Thema Ökumene (2)

Welche Einheit suchen wir – welche Ökumene wollen wir?

Wer sich für die Ökumene einsetzt, für das Bemühen um die sichtbare Einheit der Christen und der Kirchen, begegnet heute immer wieder der kritischen Anfrage, ob ein solches Ziel überhaupt notwendig und erstrebenswert sei? Lebt es sich im gegenwärtigen Zustand eines friedlich-schiedlichen Neben- und Miteinanders von Christen, Gemeinden und Kirchen unterschiedlicher Konfessionen nicht viel besser als in einer wie immer gearteten einen Kirche? Und: Leidet die Mehrzahl der Christen in unseren Gemeinden denn wirklich noch an der anhaltenden Spaltung der Christenheit?

Das Gebet Jesu um die Einheit im 17. Kapitel des Johannesevangeliums zeigt, dass die Suche nach der Einheit der Christen im Willen Jesu selbst gründet, das ist sein Testament. Wenn Jesus betet: "Alle sollen eins sein: Wie Du, Vater, in mir bist und ich in dir bin, sollen auch sie in uns sein, damit die Welt glaubt, dass du mich gesandt hast" (Joh 17, 21), so wird deutlich, dass es bei der Einheit der Kirche um die Herzmitte des christlichen Glaubens geht. Die innige Gemeinschaft der Jüngergemeinde soll den Beziehungsreichtum Gottes, in der Gemeinschaft von Vater, Sohn und Heiligem Geist unter den Menschen erfahrbar machen. Die Einheit der Kirche ist somit kein Selbstzweck. Sie entspringt nicht der Harmoniesucht der Christen, sondern hier steht die Glaubwürdigkeit des Evangeliums, die Frohbotschaft von dem liebenden und versöhnenden Gott Jesu Christi selbst auf dem Spiel.

Darin liegt, wie das Zweite Vatikanische Konzil betont, der Skandal der gespaltenen Christenheit. Die Botschaft von der unbedingten Versöhnungsbereitschaft Gottes mit den Menschen in Jesus Christus wird zutiefst verdunkel, solange die Überbringer dieser Botschaft selbst untereinander uneins und zerstritten sind. Die Einheit der Kirche ist somit alles andere als äußere Zutat oder schöne Verzierung, die auch fehlen kann. Sie gehört zutiefst zu ihrem Wesen. Die Einheit der Kirche ist also primär Geschenk Gottes im Heiligen Geist und nicht unser Werk.

Der biblische Leittext der diesjährigen Gebetswoche für die Einheit der Christen erinnert an die vier wesentlichen Grundpfeiler der Einheit, auf die mit der Ausgießung des Heiligen Geistes die Jerusalemer Urgemeinde an Pfingsten gegründet wurde. "Sie hielten an der Lehre der Apostel fest und an der Gemeinschaft, am Brechen des Brotes und an den Gebeten." (Apg 2,42)

Hier werden die entscheidenden Grundlagen formuliert, die für das Ziel der ökumenischen Bewegung, die sichtbare Einheit der Kirche, erfüllt sein müssen. Die volle sichtbare Einheit setzt voraus: ein gemeinsames Bekenntnis des apostolischen Glaubens, die gegenseitige Anerkennung der Sakramente, besonders Taufe, Eucharistie und Amt, und ein gemeinsames Verständnis von Kirche, der Strukturen für Zeugnis und Dienst sowie für verbindliches Lehren.

Mehr zum Thema in kirchensite.de:

  1. Öffnet internen Link im aktuellen FensterKirche von A bis Z: Gebetswoche für die Einheit der Christen
  2. Öffnet internen Link im aktuellen FensterÜbersicht: Ökumene
  3. Öffnet internen Link im aktuellen FensterDossier: Bischof Felix Genn
  4. Öffnet internen Link im aktuellen FensterÜbersicht: Geistliche Impulse

Mehr zum Thema im Internet:

  1. Öffnet externen Link in neuem Fensterwww.katholisches-rundfunkreferat-nrw.de

Text: Bischof Felix Genn | Foto: Michael Bönte
18.01.2011

Impulse verschiedener Autoren

In die Tiefe gehen: Übersicht mit verschiedenen geistlichen Impulsen und Texten unterschiedlicher Autoren.

Impulse von Dr. Silberberg

Einhaken: Geistliche Impulse von Dr. Hermann-Josef Silberberg.

Gebete und Bibeltexte

Die Übersicht über Gebete und Bibelstellen lädt ein, die Seele atmen zu lassen.

Impulse zum Kirchenjahr

Die Geistlichen Impulse, die Sie in dieser Übersicht finden, führen Sie durch das Kirchenjahr.

Impulse von Reinhard Lettmann

Christliche Gestaltung des Alltags.

Mit der Bibel leben

Ich bin das A und O.

Geistlicher Impuls

"Gehet hin in Frieden!"

Glaubens-ABC

Marienverehrung: Magd des Herrn

Kirche von A bis Z

Marienerscheinung: Mittlerrolle der Mutter Jesu

Mittwoch ist Chatzeit

Am Mittwoch zwischen 20.30 und 21.30 Uhr im Chat: Diakon Daniel Kotara.

Marienmonat

Als schönster Monat des Jahres soll der Mai der "schönsten aller Frauen" geweiht sein. Maialtäre und Maiandachten entstammen einer barocken Frömmigkeitstradition.

Heiligenlexikon

30. Mai: Heilige Johanna von Orléans.

Wir beten für Sie!

KLOSTERFÜRBITTE im Monat Mai: St.-Franziskus-Haus in Nordwalde.

Durch das Jahr

Liturgie und Brauchtum zu Pfingsten: Ein wenig Geist und viel Frühling.

Wohnungsnotfallhilfe

In einer Wohnung oder einem Haus zu wohnen, ist für Jeden selbstverständlich und lebensnotwendig.

Kommunionempfang

Erzbischof Robert Zollitsch setzt sich weiterhin dafür ein, dass Katholiken auch nach Scheidung und Wiederheirat die Kommunion empfangen können.

Bibelarbeit

Unterwegs nach Emmaus: Kleopas und sein Freund.

Das aktuelle VIDEO...

Grüße vom Katholikentag (1): Aufbruch gelingt ...

Bischof Felix Genn

Sein Leben – sein Wirken – seine Texte.

Landvolkshochschule

Mit einem Festakt wurde der langjährige Direktor der Landvolkshochschule "Schorlemer Alst", Johannes K. Rücker, in den Ruhestand verabschiedet.

Glaubenswissen

Frömmigkeit - Gesamthaltung des gläubigen Menschen vor Gott.

Neues Seelsorgekonzept

Im Bistum Münster wird derzeit ein neuer Diözesanpastoralplan erstellt. Er soll Schwerpunkte der Seelsorge benennen. Ein erster Entwurf steht zum Herunterladen bereit.

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