
Die drei Frauen begegnen am leeren Grab einem Engel, der ihnen die Osterbotschaft verkündet.
Frauen
Geht und verkündet das seinen Jüngern
Nein, Jesus selbst hat von seiner Botschaft nichts Schriftliches hinterlassen. Er hat sich auf seine Worte und Taten konzentriert. Gleichnisse und Beispielhandlungen stehen im Mittelpunkt. Markus, der Evangelist, hat in seinem Evangelium die wichtigsten Ereignisse im Leben Jesu und seinen Tod am Kreuz schriftlich festgehalten. Im letzten Kapitel geht es um die Auferstehung und da kommt Frauen eine entscheidende Rolle zu. Markus schreibt sinngemäß:
Drei Frauen machen sich am frühen Morgen auf den Weg zum Grab. Sie wollen den toten Jesus mit wohl riechenden Ölen salben. Als sie am Grab ankommen, ist alles anders als erwartet: da liegt kein Toter, sondern da sitzt ein junger Mann und spricht sie an! "Ihr sucht Jesus, der ist nicht hier. Er ist auferstanden. Geht und verkündet das seinen Jüngern".
Ist dieser Botschaft zu trauen? Die Frauen jedenfalls sind entsetzt und erschreckt. Sie ergreifen die Flucht. Markus findet für diese Erzählung ein einfaches Ende: "Sie sagten niemand etwas davon; denn sie fürchteten sich". Punkt. – Aus. – Amen.
Das abrupte Ende dieser Erzählung will die Leser und Zuhörer herausfordern. Nein, das ist nicht das Ende. Vielleicht hat das Ungeheuerliche, was sie erlebt haben, den Frauen einen Moment die Sprache verschlagen. Danach gab es keinen Halt mehr: Sie sind zu Botinnen der Auferstehung geworden. Gott sei Dank!
Den Glauben wach halten, leben und verkünden, das ist nach wie vor auch eine Aufgabe von Frauen und sie tun es auf vielfältige Weise, allein oder in Gemeinschaft, mit Worten und mit Taten.
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Text: Andrea Rösch | Foto: Markus Nolte
25.06.2010
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