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25.05.2012
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Wenn Jesus kommt, geht ein Licht auf.

Wenn Jesus kommt, geht ein Licht auf.

Von Christkönig zum ersten Advent

"Weltuntergang"

"Glaubt ihr dass die Erde irgendwann wegen Überhitzung ins Gras beißt?" So schreibt ein Nutzer des einschlägigen Internetforums "Weltuntergang – wann?".  Manche meinen ja tatsächlich, eine Klimakatastrophe stehe in absehbarer Zeit bevor. In zwanzig bis dreißig Jahren seien die Polkappen abgeschmolzen und die Erde würde bald darauf zwar nicht ins Gras beißen, aber in einer riesigen Flut versinken. Alles nur Panikmache? Oder sogar Geldmache? Erfahrene Apokalyptiker können einem ziemlich genau sagen, was man zur Vorbereitung sicherheitshalber schon mal alles kaufen soll.

Zumindest liefert diese Vorstellung in regelmäßigen Abständen den perfekten Filmstoff für Weltuntergangsszenarien. Brandaktuell in dem neuen Streifen von Roland Emmerich, der letzte Woche in den deutschen Kinos angelaufen ist. Nach Berechnungen der Maya, dieser Hochkultur Mittelamerikas, soll es am 21. Dezember 2012 mal wieder soweit sein. In Bildern von Vulkanausbrüchen, Meteoritenregen und Fluten über dem Himalaya malt der Film mit dem Titel "2012" aus, was seit Jahrhunderten Esoteriker, Forscher, Christen prophezeien: nämlich dass die Welt eines Tages im Ganzen untergehen wird.

Moment mal! Christen auch? Auch die Bibel spricht davon, dass diese Welt irgendwann zuende sein wird. Das gesamte letzte Buch der Bibel ist eine Apokalypse. In drastischen Bildern wird da ein großer Kampf geschildert, bevor diese Welt vergeht. Keiner weiß wann und wie. Es wird sein, wenn Jesus wiederkommt, soviel ist klar. Wobei man das nicht falsch verstehen darf. Wiederkommen klingt so ein bisschen wie beim rosaroten Panther: heute ist nicht alle Tage, ich komm wieder keine Frage. Besser wäre, von Ankunft zu reden, weil Jesus nicht einfach noch mal auf die Erde kommt, wie vor 2000 Jahren, verborgen in einem schlichten Menschenleben. Am Ende wird es anders sein, für alle erkennbar, in Herrlichkeit. Was hat er selbst dazu gesagt? Im Lukasevangelium steht (Kap. 21,25 ff): "Es werden Zeichen sichtbar werden an Sonne, Mond und Sternen. Die Kräfte des Himmels werden erschüttert werden und der Menschensohn wird mit großer Macht und Herrlichkeit kommen." Und dann – ja dann? "Richtet euch auf und erhebt eure Häupter; denn eure Erlösung ist nahe."

Da hört sich Weltuntergang doch gleich ganz anders an. Nicht bloß als schreckliches Versinken im Nichts. Als kosmische Katastrophe. Nein, Da kommt noch was. Gott ist im Kommen! Er ist nicht eine statische Macht, die immer war, ist und sein wird, sondern, die kommt! Das eröffnet uns eine Zukunft, selbst da, wo menschliche Berechnungen an ein Ende kommen.

Die Ankunft steht bevor. Advent heißt ja Ankuft. Heute Abend wird die erste Kerze am Adventskranz angezündet. Das zeigt, wo es hingeht: wenn Jesus kommt, geht ein Licht auf. Da wird es hell und warm. Das ist ein so anderes Weltuntergangsszenario. Wenn es eine Flut gibt, in die wir dann eintauchen, dann ist es die Flut seiner Liebe. Dazu brauchen wir nicht bis zum 21.12.2012 zu warten. Das geht ein bisschen auch schon in den nächsten Wochen. In diesem Sinne: einen schönen Advent!

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