
Figur des heiligen Kaspar del Bufalo vor der Kirche San Gaspare del Bufalo in Rom.
28. Dezember
Heiliger Kaspar del Bufalo
Lebensdaten:
Geboren am 6. Januar 1786 in Rom, dort gestorben am 28. Dezember 1837.
Vita:
Der Sohn des Marchese Antonio del Bufalo, eines nicht sehr begüterten Edelmannes, kam in der Dienstbotenwohnung eines römischen Palastes zur Welt, da sein Vater sich beim ungleich reicheren Fürsten Altieri als Koch verdingt hatte. Kaspar wuchs wohlbehütet und im christlichen Glauben auf und entdeckte schon bald den inneren Drang, in den Kirchen Roms Zwiesprache mit den Heiligen zu halten. Besonders innig verehrte er die beiden Jesuiten-Heiligen Aloisius von Gonzaga und Franz Xaver, was ihm in der Gegen den Spitznamen "der kleine Aloisius" einbrachte.
1807 wurde er Kanoniker an der Kirche San Marco, 1808 empfing er die Priesterweihe. Schon nach den niederen Weihen hatte sich Kaspar als begnadeter Prediger einen Namen in der Stadt gemacht, als Priester zeigte er bemerkenswerte Standhaftigkeit, als er 1808 von den neuen, napoleonischen Machthabern aufgefordert wurde, den Treue- und Hoheitseid zu leisten: "Ich kann nicht, ich will nicht, ich darf nicht", war seine Antwort, die ihm vier Jahre Kerkerhaft zunächst in Italien, später auf Korsika einbrachten.
Nach der Herrschaft Napoleons beschloss Kaspar del Bufalo, als Missionar in die Welt zu gehen. Papst Pius VII. jedoch hatte andere Pläne und sandte ihn als "Volksmissionar" ins Inland.
1815 gründete der Volksmissionar dann seinen Orden der "Missionare vom Kostbaren Blut" (Sanguinisten). Maßgeblich wirkten die Ordensmitglieder in der Folgezeit an der Erneuerung des geistlichen Lebens Italiens mit. 1837 folgte die Gründung der "Schwestern von der Anbetung des Kostbaren Blutes", die del Bufalo gemeinsam mit Maria de Mattias ins Leben rief.
Kaspar del Bufalo, den ein Freund einmal ein "geistiges Erdbeben" genannt hatte, starb am 28. Dezember 1837 im Beisein seines Freundes und Beichtvaters Vinzenz Pallotti. An seinem Grab in Albano bei Rom sollen sich spätere mehrere Wunder zugetragen haben. 1904 wurde er selig, am 12. Juni 1954 durch Papst Pius XII. heilig gesprochen.
Namensbedeutung:
"Kaspar" kommt aus dem Persischen und bedeutet "Schatzmeister".
Text: Thomas Mollen | Foto: Archiv
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