07. Dezember
Heilige Fara (Burgundofara)
Lebensdaten:
Geboren im Jahr 595 in Burgund (Frankreich), gestorben am 3. April 657 in Faremoutiers (Frankreich).
Vita:
Fara stammte aus einem alten burgundischen Geschlecht. Der Vater, Agnerich, war am Hofe König Theodeberts II. tätig. Faras Geschwister waren, Vermutungen zufolge, die heiligen Faro und Chagnoald. Als Agnerich seine Tochter in jungen Jahren vermählen wollte, brachte sie ihn unter großen Mühen von diesem Gedanken ab.
Mit 19 Jahren empfing sie aus den Händen Bischof Gondoalds von Meaux Ordensschleier. Im Jahr 616 gründete sie ein Kloster in Evory. Das ehemalige Landgut hatte ihrem Vater gehört. Später wurde das Kloster nach seiner Gründerin Faremoutiers genannt. Zunächst lebten die Schwestern dort nach der Regel des heiligen Kolumban, der einst bei Agnerich zu Gast gewesen war und Fara gesegnet hatte. Später nahmen die Klosterfrauen von Faremoutiers die Regel des Benediktinerordens an.
Fara starb im Jahr 657 und wurde in ihrem Kloster bestattet. An ihrer Grabstätte ereigneten sich später Wunder: Eine blinde Nonne wurde durch Berühren der Reliquien Faras im Jahre 1622 geheilt.
Kloster Faremoutiers wurde in der Französischen Revolution zerstört.
Namensbedeutung:
"Fara" kommt vermutlich aus dem Althochdeutschen und heißt "die Pilgerin, die Fahrende".
Darstellung:
Als Äbtissin mit Ähre.
Text: Thomas Mollen
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