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30.03.2017
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Seliger Charles de Foucauld.

Seliger Charles de Foucauld.

01. Dezember

Seliger Charles de Foucauld

Lebensdaten:

Geboren am 15. September 1858 in Straßburg, gestorben am 1. Dezember 1916 in Tamanrasset in Algerien.

Vita:

Erst im Alter von 42 Jahren wurde Charles de Foucauld im französischen Viviers zum Priester geweiht. Bis zu diesem Zeitpunkt hatte er bereits einige bewegte Jahre hinter sich gebracht, an deren Ende die Bekehrung zu einem radikal gelebten Christentum stand. Seine demütige Lebenshaltung, sein unermüdlicher Einsatz für die Armen und seine klaren Vorstellungen von einem geistlichen Leben machten ihn nach seinem Tode zum Vorbild zahlreicher religiöser Gemeinschaften.

Als Sohn einer der reichsten Adelsfamilien hatte der Franzose Charles de Foucauld zunächst ein ganz anderes Leben geführt. Aus seiner Jugend gibt es Berichte über ein rauschendes und zügelloses Leben. Mit 22 Jahren nahm er an einem Feldzug in Algerien teil. Dort setzte er sich intensiv mit dem Koran und mit den äußeren Formen des Islam auseinander und lernte die arabische Sprache. Der Anblick betender Muslime war es schließlich, der ihn 1885 beim Durchqueren der Wüste des südlichen Algeriens zu einem ernsten Christentum bekehrte. Die Niederschrift seiner Erfahrungen auf dem afrikanischen Kontinent unter dem Titel "Erkundungsfahrt durch Marokko" sollte auch auf wissenschaftlichem Terrain zu einem vielgerühmten Dokument werden und Charles de Foucauld erstmalig Ruhm einbringen.

Nach Ruhm jedoch sollte er nach seiner Rückkehr in die französische Heimat nicht mehr streben. Stattdessen trat er nach einer Begegnung mit Abbé Huvelin und einer Pilgerreise ins Heilige Land ins Kloster der Trappisten im syrischen Ikbis ein. Dort blieb er sieben Jahre, ehe er aus dem Orden austrat, um bei den Klarissen in Nazaret noch intensiver ein Leben nach dem Vorbild des Evangeliums leben zu können. In dieser Zeit entdeckte er dann auch die Berufung zum Priestertum. Als Priester widmete er seine Aufmerksamkeit vor allem den jungen Soldaten und ihren bedeutsamen Anliegen.

1905 zog es Charles de Foucault nach Tamanrasset in Algerien. Dort lebte er zurückgezogen in einfachsten Verhältnissen. Sein Wirken blieb jedoch nicht auf diesen Ort beschränkt. Das ganze Jahr über zog er wie ein Rastloser durch die Lande, lieferte den Armen und Kranken Beistand und Medikamente und versuchte, immer stärker auch die Menschen fremder Glaubensrichtungen zu verstehen. Er mühte sich immer weiter, fremde Sprachen und Kulturen zu erforschen, um der Dialogunfähigkeit über religiöse Grenzen hinweg vorzubeugen.

In den Wirren des Ersten Weltkriegs entschied sich Charles de Foucauld dafür, den Bewohnern seines Dorfes in Algerien in allen Nöten beizustehen. So wurde er denn auch am Ende des Jahres 1916 während eines Überfalls erschossen. Zu diesem Zeitpunkt plante er bereits die Gründung eines eigenen Ordens. Wenn dieser Lebenstraum auch unerfüllt bleiben sollte, so wurden immerhin seine Entwürfe für Ordensregeln vielfach rezipiert. Die 1933 in der Sahara gegründete Gemeinschaft der Kleinen Brüder Jesu war die erste Gemeinschaft ihrer Art, die sich auf der Basis der Ideen des Charles de Foucauld gründen sollte. Zahlreiche weitere Gemeinschaften von Laien und auch Priestern sollten sich den Ideen in den darauffolgenden Jahrzehnten anschließen. Im November 2005 wurde Charles de Foucauld in Rom seliggesprochen.

Namensbedeutung:

Charles bedeutet "der Tüchtige" (althochdeutsch – französisch).

Text: Tim Schlotmann | Foto: KNA
Juli 2012

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