
Der Legende nach verschluckte Konrad von Konstanz einmal während der Messe eine Giftspinne, die in den Kelch gefallen war. Dabei erlitt er keinen Schaden.
26. November
Heiliger Konrad von Konstanz
Lebensdaten:
Geboren um 900 in Altdorf (Baden-Württemberg), gestorben am 26. November 975 in Konstanz (Baden-Württemberg).
Vita:
Konrad entstammte dem Geschlecht der Welfen und wurde zunächst an der Konstanzer Domschule ausgebildet, bevor er zum Studium nach Sankt Gallen in der Schweiz übersiedelte. Später ging er nach Konstanz zurück und war dort zunächst Dompropst. Im Dezember 934 wurde er zum Bischof von Konstanz gewählt. Bei der Weihe war auch sein langjähriger Freund, der heilige Bischof Ulrich von Augsburg, zugegen.
Konrad galt als ausgezeichneter Verwalter seines Bistums und setzte große Geldmengen aus seinem Privatvermögen für die Stiftung von Krankenhäusern und Hospizen sowie die Ausstattung von Kirchen und Klöstern ein. Der Legende nach verschluckte er einmal während der Messe eine Giftspinne, die in den Kelch gefallen war. Dabei erlitt er keinen Schaden.
Nach über 40 Jahren im Amt starb er im Jahr 975. Beigesetzt wurde er in der von ihm selbst errichteten Mauritiuskirche. Die Reliquien wurden vermutlich im 11. Jahrhundert in das Konstanzer Münster übertragen und während der Reformation im Bodensee versenkt. Verblieben ist nur das Haupt des Heiligen, das sich heute noch im Münsterschatz befindet.
Namensbedeutung:
"Konrad" ist althochdeutsch und bedeutet "kühner Ratgeber".
Darstellung:
Als Bischof mit Kelch und Spinne.
Patron:
Konrad ist Patron des Erzbistums Freiburg und der 1821 aufgelösten Diözese Konstanz.
Text: Thomas Mollen | Foto: Archiv
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