
Briefmarke der Deutschen Bundespost zum 700. Todestag des heiligen Albertus Magnus 1980
15. November
Heiliger Albertus Magnus (der Große)
Lebensdaten:
Geboren vermutlich 1193 in Lauingen (Bayern), gestorben am 15. November 1280 in Köln.
Vita:
Albert von Lauingen war eine der herausragendsten Persönlichkeiten seiner Zeit, weshalb man ihm den Beinamen "der Große", sprich: Albertus Magnus gab. Er stammte aus einem alten Rittergeschlecht und trat 1223 in den Dominikanerorden ein. Nach seinem Studium in Paris übernahm er zahlreiche Lehraufträge, so in Paris und später an der ordenseigenen Hochschule in Köln, wo unter anderen Thomas von Aquin sein Schüler war.
1254 wurde Albert Provinzial der deutschen Ordensprovinz. Von nun an wanderte er durch das ganze Land und visitierte die ihm anvertrauten Klöster. 1260 ernannte ihn der Papst zum Bischof von Regensburg. Diese Aufgabe nahm Albert zwar gewissenhaft, aber dennoch nicht gerade begeistert auf. Nachdem er, wie es ihm schien, alle wichtigen Angelegenheiten der Diözese geregelt hatte, suchte er nach einem Jahr den Nachfolger Petri in Rom auf, um sich von seinen Aufgaben in Regensburg entpflichten zu lassen. Dieser kam seiner Bitte nach und entsandte ihn zurück nach Deutschland, wo er im ganzen Lande über die Idee der Kreuzzüge predigen sollte. 1270 kehrte Albertus Magnus schließlich nach Köln zurück und starb dort zehn Jahre später. Seine theologischen Schriften gehören auch heut noch zu den wichtigsten geistigen Schätzen der Kirche.
Namensbedeutung:
"Albert" ist althochdeutsch und bedeutet "von glänzender Abstammung".
Darstellung:
Im Dominikanerhabit oder in bischöflichen Gewändern, am Schreibpult sitzend mit Buch und Schreibfeder.
Patron:
Der Studenten, Theologen, Philosophen, Naturwissenschaftler und der Bergleute.
Text: Thomas Mollen | Archiv
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