08. November
Heiliger Gottfried von Amiens
Lebensdaten:
Geboren um 1065 bei Soissons (Frankreich), dort gestorben am 8. November 1115.
Vita:
Schon von Kindesbeinen an stand für den Spross adliger Eltern fest, dass er Mönch werden wollte. Seine Eltern ließen Gottfried im Kloster Mont-Saint-Quentin bei Péronne ausbilden, wo er schon als Fünfjähriger versuchte, die klösterlichen Tugenden zu leben.
Mit 25 Jahren empfing Gottfried die Priesterweihe, ein Jahr später wurde er zum Vorsteher der Benediktinerabtei Nogent-sous-Coucy bestimmt. 1104 wählte ihn die Synode von Troyes zum neuen Bischof von Amiens. Gottfried wäre lieber Abt geblieben, fügte sich aber dem Votum und zog schließlich im Büßerhemd und mit bloßen Füßen in seine neue Bischofsstadt ein. Das neue Amt änderte nichts an seinen Lebensgewohnheiten: Er begnügte sich außer bei besonderen Gelegenheiten mit trockenem Brot und Wasser.
Große Mildtätigkeit zeigte Gottfried jedoch gegenüber den Armen der Stadt: Täglich lud er 13 von ihnen zum Mahl ein. Den Bedrängten stand er gegen die Macht des Staates bei. Durch seine Kritik am Lebensstil der Adligen und des Klerus zog der Bischof den Zorn wichtiger Persönlichkeiten auf sich. 1114 musste er sogar für kurze Zeit in die Große Kartause fliehen. Der Überlieferung nach versuchten seine Gegner, ihn mit vergiftetem Wein zu töten. Gottfried jedoch gab davon seinem Hund, worauf dieser tot umfiel.
Nach dem Tod des Bischofs im Kloster Saint Crépin in Soissons wurde er dort im Chor beigesetzt. Später wurden seine Gebeine erhoben und in einem Hochaltar bestattet.
Namensbedeutung:
Gottfried bedeutet "Gottesfriede" oder "der im Frieden Gottes Stehende" (althochdeutsch).
Namensableitungen:
Von "Gottfried" lassen sich folgende Namen ableiten: Godo, Göde, Golo, Gört, Göris, Götz.
Darstellung:
Als Bischof mit einem toten Hund.
Text: Thomas Mollen
November 2005
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