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30.07.2016
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06. November

Selige Christina von Stommeln

Lebensdaten:

Geboren 1242 in Stommeln bei Köln, gestorben 1312 ebenda.

Vita:

Die Berichte aus dem Leben der Seligen Christina, die wegen ihrer Herkunft auch "Die Kölnische" genannt wird, entstammen den Aufzeichnungen des Dominikanerpaters Petrus de Dacia, der im Jahr 1267 Seelenführer der Mystikerin wurde. In seinen Aufzeichnungen finden sich viele Auszüge über die himmlischen, aber auch die dämonischen Visionen, die Christina über viele Jahre ihres Lebens begleiteten.

Christina wuchs in einer armen Familie auf. Schon in jungen Jahren wurde sie von Visionen begleitet, die ihr Leben fortan in beständige Unruhe versetzen sollten. Mit 17 Jahren verließ sie ihr Elternhaus und lebte bei den Beginen in Köln, die ihrerseits keinen einfachen Stand hatten, da man den frommen Eifer des noch nicht anerkannten Ordens bisweilen verspottete. 1258 sollen erstmalig die Wundmale Christi bei Christina aufgetreten sein. Ein Jahr später wurde sie von den Beginen nach Hause geschickt, da ihre ambivalenten Visionen Furcht erregten. Sie lebte wieder bei ihren Eltern und wurde vom Pfarrer betreut. Erst 1288 war sie den Berichten zufolge frei von ihren Visionen.

Dennoch behielt Christina eine gesellschaftliche Randstellung, die schließlich dafür sorgte, dass sie sich an den Rand ihres Heimatdorfes zurückzog und dort alleine in einer Klause lebte. Sie sicherte sich ihren Unterhalt durch Näharbeiten und hatte eine rege Briefkorrespondenz mit ihrem Seelenführer Petrus de Dacia, der sie vielfach aufsuchte. Im Alter von 70 Jahren starb sie. Nach ihrem Tod wurden Christinas Grab wundersame Kräfte zugesprochen. Graf Dietrich von Kleve etwa soll im Jahr 1339 nach einer Wallfahrt zu Christinas Grab von der Gicht geheilt worden sein. Seit 1586 liegen ihre Gebeine in der Propsteikirche in Jülich. Die Verehrung Christinas wurde im Jahr 1908 päpstlich approbiert, Weihbischof Joseph Müller sprach sie selig.

Namensbedeutung:

Christina bedeutet "die Christin".

Darstellung:

Als Begine, der sich der Teufel versucht, zu nähern.

Text: Tim Schlotmann, Thomas Mollen
August 2012

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