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01.10.2016
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Karl Borromäus

Darstellung des heiligen Karl Borromäus in einem Fresko von Johann Michael Rottmayr in der Wiener Karlskirche.

04. November

Heiliger Karl Borromäus

Lebensdaten:

Geboren am 2. Oktober 1538 in Arona (Italien), gestorben am 3. November 1584 in Mailand (Italien).

Vita:

Carlo Borromeo war der Sohn des Grafen Gilberto Borromeo, der seinen Familiensitz, die Borromäerburg, oberhalb von Arona bewohnte. Zur Verwandtschaft Karls zählten fast alle italienischen Adeligen, darunter auch Papst Pis IV., der seinen Lieblingsneffen Karl nach dessen Studium in Pavia zunächst zu seinem Geheimsekretär, später dann zum Kardinal und zum Administrator von Mailand machte. Eine große Verantwortung für den jungen Mann, der noch nicht einmal zum Priester geweiht worden war. Die Weihe empfing er erst im Jahre 1563 im Alter von 25 Jahren.

Zwei Jahre später wurde er offiziell zum Erzbischof von Mailand ernannt. Damit hatte er auch endlich die Befugnisse an der bemitleidenswerten Situation der Kirche in der lombardischen Hauptstand etwas zu ändern. Mit großem Eifer machte er sich daran, die Kirchen wieder aufzubauen, die Irrlehren zu verurteilen und die Menschen wieder auf den Pfad der Kirche zurückzuführen. Während einer Pestepidemie im Jahre 1576 kümmerte er sich persönlich um das Wohlergehen der Bürger, besuchte sie in den Spitälern und sprach den Menschen Mut zu. Gleichzeitig beschränkte er sich auf das Nötigste und lebte von Wasser und Brot. Diese aufopfernde und demütige Haltung brachte ihm den Respekt und die Liebe der Stadtbevölkerung ein.

Maßgeblich war Karl Borromäus an den Beschlüssen des Konzils von Trient beteiligt. Als er 1584 starb, wurde sein Leichnam in der Krypta des Mailänder Domes beigesetzt.

Namensbedeutung:

"Karl" ist althochdeutsch und heißt "(freier) Mann".

Darstellung:

In bischöflichem Ornat oder Kardinalstracht mit Kreuz, Totenkopf, Geißel, Strick um den Hals, mit Pestkranken..

Patron:

Des Bistums Lugano, der Universitäten, der Seelsorger und Priesterseminare, gegen die Pest.

Text: Thomas Mollen | Foto: Archiv
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