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25.05.2012
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Wolfgang von Regensburg

Wolfgang von Regensburg zog als Wandermissionar durch Österreich.

31. Oktober

Heiliger Wolfgang von Regensburg

Lebensdaten:

Geboren um 924 in Pfullingen (Baden-Württemberg), gestorben am 31. Oktober 994 in Pupping (Österreich).

Vita:

Der Schwabe Wolfgang wurde an der Klosterschule Reichenau im Bodensee erzogen. Später ging er nach Trier und wurde war dort vier Jahre lang Leiter der Domschule. Dann jedoch gab er den Lehrberuf auf, um sich ganz dem missionarischen Leben zu widmen: Im Schweizerischen Einsiedeln trat er den Benediktinern bei und empfing vier Jahre später auch die Priesterweihe durch den Augsburger Bischof Ulrich.

Als Wandermissionar in Österreich war Wolfgang ausgesprochen erfolgreich. Das machte Bischof Pilgrim von Passau auf ihn aufmerksam. Pilgrim schließlich schlug ihn zum Bischof seines Nachbarbistums Regensburg vor, ein Amt, das Wolfgang in den folgenden 22 Jahren innehatte.

In dieser Zeit förderte er die Bildung und das geistliche Leben in Volk und Klerus, reformierte die Klöster, gründete neue Gemeinden und kümmerte sich um die Armen und Kranken. Verbunden mit seiner persönlichen Askese brachte ihm die schon zu Lebzeiten den Ruf ein, ein Heiliger zu sein.

Als Wolfgang wieder einmal auf der Reise durch das von ihm geliebte Österreich war, rief ihn der Herr zu sich. Der Sterbeort Pupping in Oberösterreich wurde seither ein beliebter Wallfahrtsort. Doch auch die Grabstätte Wolfgangs, der in der Krypta der ehemaligen Abteikirche St. Emmeram in Regensburg beigesetzt wurde, wird noch heute gerne von Gläubigen besucht.

Brauchtum:

Einer der bekanntesten Kurorte Österreichs verdankt seinen Namen dem Heiligen: St. Wolfgang am Wolfgangssee. Der Legende nach lebte Wolfgang einige Zeit als Einsiedler hier und tat eine Heilquelle auf. Durch einen großen Stein neben der Wolfgangskapelle kroch man früher, um von allen möglichen Leiden geheilt zu werden. Früher brachte man das Bildnis des Heiligen an den Stalltüren an, um das Vieh zu schützen. Die "Wolfgangsbeile" trug man um den Hals, um Krankheiten abzuwehren.

Namensbedeutung:

"Wolfgang" ist germanisch und heißt "wie ein Wolf Angreifender".

Namensableitungen:

Von "Wolfgang" lassen sich ableiten: Wolf, Wulf, Wölflin.

Darstellung:

Als Benediktiner mit bischöflichen Insignien, oder als Bischof mit Stab, Buch, Kirchenmodell, Axt oder Beil, Wolf und Teufel.

Patron:

Patron des Bistums Regensburg, der Hirten, Schiffer, Holzarbeiter, Köhler, Zimmerleute, Bildhauer, unschuldig Gefangenen, gegen Gicht, Lähmung, Schlaganfall, Leibschmerzen, Blutfluss, Fußleiden, Augenkrankheiten, Hautentzündungen und für das Vieh.

Text: Thomas Mollen | Foto: Archiv
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