
Die Apostel Simon und Judas Thaddäus. Die Darstellung des heiligen Simon (l.) stammt von Michelangelo Merisi da Caravaggio. Judas Thaddäus wird auf einem Fresco im Dom von Florenz abgebildet.
28. Oktober
Heilige Simon (der Zelot) und Judas Thaddäus
Lebensdaten:
Geboren um Christi Geburt, gestorben vermutlich an einem 28. Oktober im 1. Jahrhundert in Persien.
Vita:
Simon und Judas gehörten zu den zwölf Aposteln Jesu. Simon gehörte vor seiner Berufung durch Jesus den Zeloten an, einer radikalen Glaubensgemeinschaft, die insbesondere die Römer aus Israel vertreiben wollte. Einer Legende nach wurde er als Märtyrer enthauptet oder bei lebendigem Leibe zersägt. Eine andere Legende besagt, dass er gemeinsam mit Judas Thaddäus in Persien als Glaubensbote mit Keulen erschlagen worden sei.
Dieser wiederum wird oft mit Judas, dem Verräter, gleichgesetzt, weshalb es kaum Kirchen gibt, die diesem Heiligen geweiht sind. Über Judas wissen wir nur wenig. Sein Name wird im Neuen Testament allein in den Apostelkatalogen aufgezählt.
Brauchtum:
In Pötzmes (Bistum Augsburg) gibt es seit 1590 eine Simon-Wallfahrt. Der Simonstag wird außerdem in einigen Regionen als Lostag für das Wetter angesehen.
Namensbedeutung:
"Simon" ist hebräisch und heißt "Gott hat erhört".
"Judas" und "Thaddäus" sind ebenfalls hebräische Namen. "Judas" bedeutet "der Gelobte" und "Thaddäus" heißt "der Mutige".
Darstellung:
Simon: Als Apostel mit Säge, Lanze, Knüttel oder Schwert.
Judas: Als Apostel mit Buch, Keule, Hellebarde und Steinen.
Patron:
Judas: Patron in schweren Nöten und Anliegen
Simon: Patron der Waldarbeiter, Maurer, Gerber, Lederarbeiter, Weber und Färber.
Beide zusammen sind Stadtpatrone von Goslar.
Text: Thomas Mollen | Fotos: Archiv
Oktober 2004
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