
Immer wieder hatte Margareta Maria Alacoque Jesus-Visionen.
16. Oktober
Heilige Margareta Maria Alacoque
Lebensdaten:
Geboren am 22. Juli 1647 in Verosvres (Frankreich), gestorben am 17. Oktober 1690 in Paray-le-Monial (Frankreich).
Vita:
Margareta Maria Alacoque wuchs als fünftes von sieben Kindern des Notars Claude Alacoque und seiner Frau Philiberte auf. 1656, ein Jahr nach dem Tod ihres Vaters, kam die damals Neunjährige in das Mädchenpensionat der Urbanistinnen nach Charolles. Während der Internatszeit erkrankte sie schwer an Kinderlähmung und wurde deswegen im Alter von zwölf Jahren wieder nach Hause geschickt. Vier Jahre lang war sie ans Krankenbett gefesselt, ehe sie plötzlich und unerwartet wieder gesundete. Von ihrer Umgebung wurde diese Heilung unterschiedlich bewertet. Die einen feierten sie als "Wunder", andere unterstellten Margareta, sie habe all die Jahre nur simuliert, um keine schweren Arbeiten verrichten zu müssen.
1671 trat sie dem Orden von der Heimsuchung Mariens (Salesianerinnen) bei. Damit erfüllte sie ein Gelübde, das sie als kranke 16-Jährige für den Fall ihrer Genesung abgelegt hatte.
Schon als Jugendliche entwickelte Margareta mystische Züge. Immer wieder offenbarte sich ihr Jesus in Visionen. Ihre Mitschwestern im Kloster hatten für diese Gabe jedoch kein Verständnis und verspotteten sie. Einzig ihrem Beichtvater, dem Jesuiten Claude de la Colombière konnte sie sich voll und ganz anvertrauen. Ihm berichtete sie auch von der Aufgabe, die Jesus ihr in einer Vision gegeben hatte: die Verehrung seines göttlichen Herzens.
Nach dem Tod Colombières wurden seine Schriften, in denen er auch auf die Herz-Jesu-Verehrung und die besondere Begabung Margaretas zu sprechen kam, oft im Refektorium des Klosters vorgelesen. Danach änderte sich der Umgang mit Margareta: Sie wurde von den anderen Schwestern zunehmend respektvoll behandelt. Später übernahm sie sogar die Aufgaben der Novizenmeisterin und der stellvertretenden Oberin des Klosters.
Im Spätsommer 1690 spürte Margareta Maria Alacoque die ersten Anzeichen ihres herannahenden Todes. Die anderen Schwestern nahmen dies zunächst nicht Ernst, auch weil die Ärzte keine lebensbedrohende Krankheit feststellen konnten. Am 17. Oktober 1690 empfing die Ordensfrau die Krankensalbung im Beisein der ganzen Ordensgemeinschaft. Ihr letztes Wort, bevor sie entschlief, soll "Jesus" gewesen sein. Zu ihrer Beerdigung im Kloster kamen Menschen von Nah und Fern. Alle wollten den Sarg der Toten berühren, die schon zu Lebzeiten als Heilige gegolten hatte.
Margareta Maria Alacoque wurde am 18. September 1864 von Papst Pius IX. selig gesprochen. Die Heiligsprechung erfolgte durch Papst Benedikt XV. am 13. Mai 1920.
Namensbedeutung:
"Margareta" ist griechisch und bedeutet "Perle". "Maria" ist hebräische und bedeutet "die von Gott Geliebte".
Darstellung:
Mit Jesus Christus an ihrer Seite oder mit dem Herz Jesu in den Händen.
Patron:
Maria Margareta Alacoque ist Patronin der Waisen, der an Kinderlähmung Erkrankten sowie der Herz-Jesu-Verehrer.
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Text: Thomas Mollen | Foto: Norbert Göckener
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