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01.10.2016
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Heiliger Franz von Assisi

1224 empfing Franz von Assisi auf dem Berg von la Verna die Wundmale Christi.

04. Oktober

Heiliger Franz von Assisi

Lebensdaten:

Geboren um 1181/82 in Assisi (Italien), dort gestorben am 3. Oktober 1226.

Vita:

Der Kaufmannssohn Giovanni Bernardone aus Assisi, von Familie und Freunden liebevoll "Francesco" gerufen, entwickelte sich in seiner Jugend zu einem ausgesprochenen Draufgänger und Lebemann. Mit 20 Jahren zog er frohen Mutes in den Krieg seiner Heimatstadt gegen Perugia und kam damals zum ersten Mal mit dem Schrecken und dem Leid der Menschen in Berührung. Ein Jahr lang verbrachte Franz in Gefangenschaft und lernte dabei, dass das Leben noch aus anderem bestehen müsse als aus Reichtum und weltlichen Genüssen.

Als er 1205 in der kleinen, verfallenen Kapelle San Damiano in der Nähe Assisis betete, sprach eine Stimme zu ihm: "Franz, stelle mein verfallenes Haus wieder her". Diese Aufforderung nahm der Angesprochene wörtlich und gab einen Teil des väterlichen Vermögens dem zuständigen Pfarrer, der sich um den Wiederaufbau des Gotteshauses kümmern sollte. Vater Bernardone war außer sich vor Zorn und forderte seinen Sohn auf, das Geld zurückzugeben, anderenfalls müsse er auf sein Erbe verzichten. Franziskus gab daraufhin alles zurück und verzichtete zusätzlich auf sein Erbteil. Er legte alle seine Besitztümer, inklusive seiner Kleider, zu Füßen des Bischofs und rannte nackt aus der Stadt.

Später hörte er bei einer Predigt in San Maria degli Angeli unterhalb von Assisi die Worte des Lukas-Evangeliums "Nehmt weder Beutel noch Tasche mit und keine Schuhe". Da reifte in ihm die Idee, ein Bettelmönch zu werden. Er zog sich eine braune Kutte an, verzichtete auf jegliches Schuhwerk und zog fortan – von den Einwohnern Assisis als "Spinner" abgetan – predigend durch Umbrien. Schon bald gesellten sich einige Gefährten zu ihm. 1210 ging Franz mit zwölf Mitbrüdern nach Rom, wo er von Papst Innozenz III. die Bestätigung für seine Ordensregel bekam.

Die Kirche San Maria degli Angeli, wo alles seinen Anfang genommen hatte, wurde bald drauf der feste Sitz des Franziskanerordens. Die Benediktiner, denen das Gotteshaus vorher gehört hatte, schenkten es Franziskus und seinen Anhängern, zusammen mit einem Stück Land. Franz nannte es fortan "Portiuncula" (kleines Teilchen). Nach und nach bildeten sich auch der weibliche Zweig des Ordens sowie die Terziaren als Laienbewegung heraus.

Franz, der die Geschöpfe der Erde als seine Brüder und Schwestern ansah, und zu den Tieren predigte, empfing 1224 auf dem Berg von la Verna die Wundmale Christi. Er selbst musste sich mit zunehmendem Alter mit immer mehr Krankheiten plagen: Ein Augenleiden nahm ihm die Sehkraft, zudem quälten ihn Leber- und Magenschmerzen. Als für ihn die Zeit gekommen war, Abschied zu nehmen, ließ er sich in seine Hütte in der Portiuncula bringen und dort auf den Boden legen, wo er entschlief. Über seinem Grab erbaute man die prachtvolle Basilika San Francesco. Aus Furcht vor Reliquienräubern hatte man den großen Heiligen an einem geheimen unterirdischen Ort beisetzen lassen. Diese Krypta wurde erst im 19. Jahrhundert gefunden. Daraufhin erbaute man ein beeindruckendes Grabmal zu Ehren des großen Heiligen.

Brauchtum:

Franziskus übt auch heute noch eine große Faszination auf Jung und Alt aus. Täglich kommen Tausende nach Assisi, um auf seinen Spuren zu wandeln. Doch auch in vielen anderen Städten wird der Bettelmönch aus Umbrien hoch verehrt.

Namensbedeutung:

"Franziskus" kommt ursprünglich aus dem Althochdeutschen und bedeutet "frei" und "kühn"

Namensableitungen:

Von "Franziskus" lassen sich folgende Namen ableiten: Frank, Franek, Francois, Francis.

Darstellung:

Im einfachen Habit mit Kruzifix, Totenkopf, Wundmalen, Seraph, Erdkugel. Oft sind auch Begebenheiten aus seinem Leben dargestellt.

Patron:

Franz von Assisi ist der Patron Italiens, der Stadt Assisi, des Bistums Basel, der Franziskaner, der Armen, der Sozialarbeit, des Umweltschutzes, der Kaufleute, Schneider, Tuchhändler, Flachs- und Tapetenhändler, Weber, gegen Kopfweh und die Pest.

Mehr zum Thema im Internet:

  1. Öffnet externen Link in neuem Fensterwww.franziskaner.de

Text: Thomas Mollen | Foto: Archiv
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