
Die Bibelillustration (Frankreich um 1200) zeigt das Martyrium des Leodegar.
02. Oktober
Heiliger Leodegar (Lutgar, Léger)
Lebensdaten:
Geboren um 616, gestorben am 2. oder 3. Oktober 679 bei Sarcing (Frankreich).
Vita:
Der aus fränkischem Adel stammende Leodegar war ein Berater von Königin Balthild, die ihn im Jahre 663 zum Bischof von Autun in Burgund bestimmte. Vorher war er zehn Jahre lang Abt des Benediktinerklosters St. Maixent in Poitiers gewesen. Als Bischof stellte Leodegar die Kirchenzucht wieder her und erhob auch bei politischen Debatten seine Stimme, was viele einflussreiche Adlige missgünstig stimmte.
König Childerich II. ließ ihn sogar für kurze Zeit nach Luxeuil verbannen. Später wurde er von dem Hausmeier Ebroin gefangen genommen. Man nahm ihm durch Blendung das Augenlicht und schnitt ihm die Zunge aus dem Mund. Leodegar kam erneut ins Exil, diesmal nach Sarcing, wo er auf Befehl Ebroins drei Jahre später geköpft wurde. Die Gebeine des Bischofs wurden später nach St. Maixent gebracht, einige Reliquien befinden sich auch in Ebreuil.
Namensbedeutung:
"Leodegar" ist althochdeutsch und bedeutet "Kämpfer / Speer des Volkes"
Darstellung:
In bischöflichem Ornat mit Palme, Augen, Schwert, Bohrer und Stachel.
Patron:
Von Autun und Murbach, des Kantons Luzern, der Müller, gegen Augenkrankheiten und Besessenheit.
Text: Thomas Mollen | Foto: Archiv
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