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21.07.2017
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Heiliger Pater Pio.

Heiliger Pater Pio.

23. September

Heiliger Pater Pio

Lebensdaten:

25. Mai 1887 in Pietrelcina, gestorben am 23. September 1968 in San Giovanni Rotondo.

Vita:

Pater Pio von Pietrelcina gilt als einer der Heiligen der jüngeren Kirchengeschichte, um den sich wohl die meisten Geschichten ranken. Besonders in seinem Heimatland Italien wird der Kapuzinermönch in außergewöhnlichem Maße verehrt. Als Papst Johannes Paul II. ihn am 16. Juni 2002 heiligsprach, reichte der Petersplatz nicht aus, um die Scharen von Gläubigen zu fassen. Auch dem polnischen Papst wird eine ganz besondere Nähe zu Pater Pio nachgesagt. Pio soll dem jungen polnischen Priester Karol Wojtyla bereits im Jahr 1947 vorausgesagt haben, er werde einst Oberhaupt der katholischen Kirche sein. Während des Zweiten Vatikanischen Konzils stand der damalige Erzbischof von Krakau in regem Briefkontakt mit dem einstmals auch innerkirchlich umstrittenen Beichtvater der Massen.

Geboren wurde Pater Pio als Francesco Forgione in einfachen, bäuerlichen Verhältnissen. Schon als Kind habe er fortwährend gesundheitliche Beschwerden gehabt, wenig geschlafen und noch weniger gegessen. Bereits im Alter von 16 Jahren trat er als Novize bei den Kapuzinern ein und erhielt damit auch seinen Ordensnamen. Trotz einer Tuberkulose und weiterer gesundheitlicher Probleme wurde Pater Pio im Jahr 1910 zum Priester geweiht. Danach wirkte er zunächst als Gehilfe des Ortspfarrers seines Heimatortes, ehe er 1916 als Mönch im Kapuzinerkloster von San Giovanni Rotondo anheuerte. In die frühe Zeit seines Dienstes in diesem Kloster fallen die ersten Berichte darüber, dass Pater Pio die fünf Wundmale Christi am Körper getragen haben soll. Damit begannen aber auch bereits die unzähligen Untersuchungen und Repressalien, die Pio bis an sein Lebensende begleiten sollten. Immerhin galt er als der erste stigmatisierte Priester der katholischen Kirche.

Für die zahlreichen Pilger, die bereits zu Lebzeiten Pater Pio im Kloster von San Giovanni Rotondo aufsuchten, war er in erster Linie Beichtvater. Seine prophetische Gabe und seine mystischen Eingebungen sorgten dafür, dass immer mehr Gläubige zu ihm kommen sollten und ihm alsbald der Beiname "Apostel des Beichtstuhls" verliehen wurde. Die Stigmata und die zahlreichen Wunder, die dem immerwährend gesundheitlich angeschlagenen Kaupuziner zugeschrieben wurden, sorgten dafür, dass die Kirche sich zeitweilig von ihm distanzierte und er zwischen 1922 und 1934 keine Messe mehr lesen und keine Seelsorgebriefe mehr beantworten durfte. Die Gläubigen Italiens aber vertrauten ihm weiter ihre Sorgen an und pilgerten in sein Kloster, um ihm nahe zu sein. Erst Papst Paul VI. sorgte dafür, dass Pater Pio die kirchenamtliche Reputation zuteilwurde; unter Johannes Paul II. kam die endgültige Wende: Er reiste selbst nach San Giovanni Rotondo, um am Grab des Mönchs zu beten.

Die Forschungen über sein Leben und seine Wunder beschäftigen noch immer zahlreiche Wissenschaftler, allen voran in Italien.

Namensbedeutung:

Pio bedeutet "der Fromme".

Text: Tim Schlotmann | Foto: Archiv
Juli 2012

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