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23.06.2017
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Korbinian

Korbinian von Freising als Bischof bei seiner Überquerung der Alpen auf dem Weg nach Rom im Jahre 710.

08. September

Korbinian von Freising

Lebensdaten:

Geboren um das Jahr 680 in Melun bei Paris, gestorben am 8. September 729 in Freising.

Vita:

Korbinian wurde nach dem frühen Tod seines Vaters von seiner Mutter alleine erzogen. Die fromme Frau erzog ihren Sprössling ganz im Sinne eines vornehmen Lebens. Bereits mit 22 Jahren errichtete sich Korbinian selbst eine Zelle, um ein Leben als Einsiedler führen zu können. In dieser Zeit übte er eine enorme Anziehungskraft auf viele Menschen im ganzen Umland aus. Im Jahr 714 pilgerte der fromme junge Mann zu Papst Konstantin, der ihn zum Priester und zum Bischof weihte. Nach dieser Reise unternahm Korbinian vieles, um die Menschen in seiner Heimat für das Christentum zu gewinnen. Dabei erstreckte sich das Gebiet seiner missionarischen Tätigkeit neben Bayern auf zahlreiche Gebiete der Schweiz und bis nach Norditalien.

Bei einer weiteren Reise nach Rom wurde ihm die Aufgabe übertragen, ein Kloster aufzubauen und von dort aus seine Arbeit fortzusetzen. Im Jahr 718 gründete Korbinian das Kanonikerstift Kains. Schon 720 kehrte er in seine Heimat zurück, um eine neue bedeutsame Aufgabe anzutreten. Korbinian wurde erster Bischof des von Bonifatius neu gegründeten Bistums in Freising. Als eine seiner ersten Amtshandlungen legte er mit dem Bau einer Kirche des heiligen Stephanus den Grundstein für die spätere Abtei Weihenstephan. Durch engagiertes Auftreten gegen die Ehe seines früheren Förderers Herzog Grimoald mit Plektrudis, der Witwe seines Bruders, geriet Korbinian in Gefahr. Die Witwe hatte verlauten lassen, einen Anschlag gegen den Bischof zu planen, der sich daraufhin in das Kloster Kains zurückzog. Herzog Grimoalds Nachfolger Hugibert verschaffte Korbinian nach wenigen Jahren die Möglichkeit einer ungefährdeten Rückkehr in seinen Amtssitz. Er wurde von den Christgläubigen in Freising stürmisch empfangen. Nur kurze Zeit darauf starb er.

Nachdem der Leichnam Korbinians einige Jahrzehnte in Meran gelegen hatte, kehrte er 765 nach Freising zurück. Schon in diese Zeit zurück gehen die ersten Berichte über Wallfahrten zum Grab des Bischofs, die in der Gegenwart auf eine lange wirkungsvolle Geschichte zurückblicken können. Lange Zeit galt die Berührung des Grabes als Grundlage vieler wundersamer Erscheinungen. Die sterblichen Überreste Korbinians liegen heute in einem wertvollen Schrein im Freisinger Dom.

Namensbedeutung:

Korbinian bedeutet "berühmter Walter" und kommt aus dem Althochdeutschen. Es gibt unterschiedliche Synonyme, darunter Corbinian oder Corbinianus.

Darstellung:

In Begleitung eines Bären, des sogenannten Korbiniansbären, wird der Heilige dargestellt. Grund dafür ist eine Legende, nach der Korbinian auf einer Pilgerreise nach Rom einem wilden Bären begegnet sei, der zunächst sein Lasttier gerissen habe und schließlich das ganze Hab und Gut des Heiligen selbst in die Ewige Stadt getragen habe. Diese Darstellung des Bären findet sich etwa im Stadtwappen der Stadt Freising sowie im Wappen Papst Benedikt XVI., der von 1977 bis 1982 Erzbischof von München und Freising war.

Text: Tim Schlotmann | Foto: Archiv
August 2012

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