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23.06.2017
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Judith und Holofernes.

Judith und Holofernes (Detail), Fresko von Michelangelo in der Sixtinischen Kapelle im Vatikan (1509).

07. September

Judith

Lebensdaten:

Judith lebte etwa um das Jahr 550 v. Chr. in Betulien im heutigen Palästina.

Vita:

Das Buch Judit aus dem griechischen Alten Testament schildert die Geschichte einer entschlossenen und gottesfürchtigen Witwe, die durch ihren heldenhaften Einsatz und eine List den assyrischen Heerführer Holofernes zu bezwingen vermochte und so zur Heldin Israels wurde. Die Geschichte Judiths diente in verschiedenen Epochen, vor allem in der Renaissance, als Vorlage für Dramen, Opern und Gedichte.

Der König Nebukadnezzar ordnete die Besetzung des Südreichs Juda an. Er erscheint ganz und gar als widergöttliche Macht. Von seinen Anweisungen an seine Untergebenen und dem Auftrag zur Belagerung handeln die ersten acht Kapitel der späten alttestamentlichen Schrift. Im zweiten Teil dieses Buches kommt schließlich die Rede auf Judith. Sie ist Witwe und Hausherrin. Wie sehr sie auf den Gott Israels vertraut, der ihr im Einsatz zur Befreiung ihres Volkes beistehen werde, verdeutlicht sie in langen Gebeten, die ihr in Teilen der Forschung den Ruf einer reflektierten Theologin einbringen sollten. Judith begibt sich in das ausschließlich von Männern besetzte Kriegslager und nimmt dort Kontakt zu Holfernes auf. Sowohl der militärische Führer wie auch zahlreiche seiner Soldaten sind Judiths äußeren Gebärden erlegen und bewundern sie für ihre Schönheit und ihren Mut. In einem Zelt schließlich kommt es zum finalen Akt: Holofernes möchte Judith verführen, verfällt jedoch wegen seiner Trunkenheit in einen tiefen Schlaf. Judith enthauptet ihren Widersacher mit einem Schwert. Den Kopf des Holofernes trägt die Siegerin in einem Sack versteckt davon aus dem Lager der Assyrer hinaus. Die Assyrer müssen schließlich ohne militärische Führung eine vernichtende Niederlage hinnehmen und Judith wird in ihrem Volk bereits zu Lebzeiten verehrt. Judith selbst führte den Sieg ganz auf das Wirken Gottes zurück, den sie in einem Lobgesang vor dem Volk lobte und rühmte.

Namensbedeutung:

Frau aus Juda.

Text: Tim Schlotmann | Foto: Archiv
August 2012

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