
Pater Maximilian Kolbe wurde 1982 von Papst Johannes Paul II. heilig gesprochen.
14. August
Heiliger Maximilian Kolbe
Lebensdaten:
Geboren am 7. Januar 1894 in Zdunska Wola (Polen), gestorben am 14. August 1941 in Auschwitz.
Vita:
Der Arbeitersohn Maximilian Kolbe war bereits mit 17 Jahren in den Minoritenorden eingetreten. Dort erkannte man schnell seine außerordentliche Begabung und ließ ihn in Rom studieren, wo er bereits vier Jahre später seinen Doktor machte. Weitere drei Jahre später empfing er die Priesterweihe. In Polen und später als Missionar in Japan trieb er den Ausbau der katholischen Presse voran. Drei Jahre nach seiner Rückkehr in die polnische Heimat besetzten die Deutschen das Land.
Schnell geriet Pater Kolbe ins fadenkreuz der Nazi-Schergen, wegen seiner unverhohlenen Ablehnung des Systems ebenso wie wegen seiner aufrüttelnden Predigten. Bei einer ersten Verhaftung im Jahre 1940 hatte Kolbe noch das Glück, kurze Zeit später aus der Lagerhaft in Oranienburg entlassen zu werden. Doch fünf Monate darauf wurde er erneut gefangen genommen. Diesmal kam er in das Vernichtungslager Auschwitz-Birkenau, das er nicht mehr lebend verlassen sollte.
Pater Maximilian Kolbe jedoch trat dem Tod mutig entgegen. Mehr noch: Er bestimmte selbst über dessen Zeitpunkt. Im Juli 1941 wurden vom Lagerkommandanten zehn Männer ausgesucht, die qualvoll in einem Hungerbunker sterben sollten, einem Verlies ohne Licht und genügend Luftzufuhr. Unter den zehn befand sich auch ein polnischer Familienvater namens Franz Gajowniczek, der in Tränen ausbrach und von seinen Kindern berichtete.
Kolbe trat daraufhin aus der Reihe der Verschonten vor und bot sein Leben gegen das des Familienvaters. Der Kommandant akzeptierte. Tagelang, so berichteten andere KZ-Häftlinge, habe man daraufhin aus dem abgeschlossenen Hungerbunker Gesänge und Gebete gehört, aber kein Wehklagen. Als die Geräusche schließlich verstummt waren und man den Bunker öffnete, injizierte man dem ohnehin schon leblosen Kolbe eine tödliche Spritze.
Pater Maximilian Kolbe wurde 1982 von seinem polnischen Landmann, Papst Johannes Paul II. heilig gesprochen. Der Zeremonie auf dem Petersplatz wohnte noch ein weiterer Pole bei, dessen Schicksal mit dem des Heiligen eng verknüpft war: Franz Gajowniczek. Tränen der Rührung rannen über sein Gesicht.
Namensbedeutung:
"Maximilian" kommt aus dem Lateinischen und heißt "der überaus Große".
Namensableitungen:
Gebräuchlich ist die Kurzform "Max".
Darstellung:
Im Minoritenhabit
Text: Thomas Mollen | Foto:
KNA Katholische Nachrichtenagentur GmbH
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