
Die heilige Afra ist 304 in Augsburg gestorben.
07. August
Heilige Afra
Lebensdaten:
Geboren im 3. Jahrhundert auf Zypern, gestorben im August 304 in Augsburg.
Vita:
Die Lebensgeschichte der heiligen Afra, wie wir sie kennen, beruht auf verschiedenen Legenden. Die bekannteste von ihnen berichtet, Afra sei als zypriotische Königstochter gemeinsam mit ihrer Mutter Hilaria über Rom nach Augsburg gekommen. Dort hätten Mutter und Tochter gemeinsam ein Freudenhaus betrieben. Bei der Christenverfolgung unter Kaiser Diokletian im Jahr 304 hätte der Bischof Narcissus von Gerona in Augsburg Zuflucht gesucht. Er kam bei Afra und den anderen Frauen in ihrem Haus unter. Als Afra sah, welch ein gottesfürchtiges Leben Narcissus führte, erkannte sie ihre Sünden und erbat gemeinsam mit ihren Gefährtinnen bei dem Bischof die Taufe.
Missgünstige Heiden, die davon hörten, zeigten die ehemaligen Dirnen bei der Obrigkeit an. Der oberste Richter in Augsburg ließ Afra vorführen und forderte von ihr, dem Kaiser zu opfern. Dies aber lehnte sie ab, da sie keine weiteren Sünden mehr begehen wollte. Daraufhin wurde sie zum Tod durch den Scheiterhaufen verurteilt.
Im Jahr der Heiligsprechung Afras, 1064, fand man in Augsburg einen römischen Sarkophag, der die angesengten Gebeine einer Frau enthielt. Man geht davon aus, dass es sich um die sterblichen Überreste der Heiligen handelte. Der Sarkophag mit den Reliquien befindet sich heute unter dem Afra-Altar in der Augsburger Kirche St. Ulrich und Afra.
Brauchtum:
Früher wurde in Augsburg der 26. Oktober als Tag der Bekehrung Afras gefeiert.
Namensbedeutung:
"Afra" ist lateinisch und heißt "die Afrikanerin".
Darstellung:
In vornehmer Kleidung, oft mit Krone oder mit einem an einem Baum hängenden Kranz.
Patron:
Afra ist die Patronin des Bistums Augsburg und der Büßerinnen, der armen Seelen und der Heilkräuter sowie gegen Feuersnot.
Text: Thomas Mollen | Foto: Archiv
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