
Der heilige Liborius wurde 348 Bischof von Le Mans.
23. Juli
Heiliger Liborius von Le Mans
Lebensdaten:
Geboren im 4. Jahrhundert, vermutlich in Frankreich, gestorben am 9. Juni 397 in Le Mans (Frankreich).
Vita:
Über die Herkunft des Liborius geben die Quellen keinen Aufschluss. Sicher ist, dass er im Jahr 348 als Nachfolger des Pavacius Bischof von Le Mans wurde. Er ließ Kirchen und Klöster erbauen, förderte den Glauben in seiner Diözese und half den Kranken. Auch Wunderheilungen werden ihm zugeschrieben.
Eine Freundschaft verband Liborius mit dem heiligen Martin von Tours, der ihn in Le Mans besuchte und nach seinem Tod auch bestattete.
Im Jahr 836 übergab Bischof Aldrich die Reliquien des Liborius den Boten des Paderborner Bischofs Badurad und schloss so eine Verbindung zwischen den beiden Diözesen, die noch heute Bestand hat. Der Legende nach flog ein Pfau der Prozession nach Paderborn voran und wies ihr so den Weg. Im Dreißigjährigen Krieg wurden die Gebeine des Heiligen zwar aus dem Paderborner Dom gestohlen, wenige Tage später aber wieder zurückgegeben.
Brauchtum:
In den Bistümern Essen und vor allem Paderborn begeht man das Fest des Heiligen nicht an seinem Todestag im Juni, sondern am heutigen Tage. Man geht davon aus, dass an einem 23. Juli der Schrein mit den Gebeinen des Liborius nach Paderborn übertragen wurde.
Das Libori-Fest in Paderborn ist eines der größten Volksfeste in Nordrhein-Westfalen. Ein weiterer Festtag, genannt "Klein-Libori", ist der 25. Oktober. An diesem Tag des Jahres 1627 wurden die Reliquien nach dem Raub wieder in den Dom zurückgebracht.
Namensbedeutung:
"Liborius" ist eine Ableitung des lateinischen Wortes "liber" und bedeutet deshalb "der Freie".
Darstellung:
Als Bischof mit Buch und drei darauf liegenden Steinen, mit einem Pfau.
Patron:
Des Erzbistums Paderborn, gegen Steinleiden, Koliken, Wassersucht und Fieber.
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Text: Thomas Mollen | Foto: Michael Bönte
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