
Die heilige Kunigunde (l.) mit ihrem Ehemann Kaiser Heinrich II. (r.).
13. Juli
Heilige Kunigunde
Lebensdaten:
Geboren um 980 in Luxemburg, gestorben am 3. März 1033 oder 1039 in Kaufungen (Hessen).
Vita:
Neben dem Gedächtnis des "heiligen Kaisers" Heinrich II. begeht die deutsche Kirche am heutigen Tag auch den Feiertag der Kaiserin Kunigunde, Heinrichs Gemahlin.
Die Tochter des luxemburgischen Grafen Siegfried heiratete den bayerischen Herzog Heinrich II. im Jahr 999 unter der Voraussetzung, ihre Jungfräulichkeit bewahren zu dürfen, heißt es in der Überlieferung. Rund drei Jahre nach der Hochzeit wurde Heinrich vom Mainzer Erzbischof Willigis zum deutschen König gekrönt, weitere zwölf Jahre später erfolgte die Krönung zum Kaiser durch Papst Benedikt VIII.
Kunigunde vertrat ihren Gatten während seiner zahlreichen Reisen stets mit Würde und Weitsicht. Maßgeblich wirkte sie ab 1007 an der Gründung des Bistums Bamberg und am Bau des Bamberger Doms mit. Zu ihren Gründungen gehört auch das Benediktinerinnenkloster Kaufungen in Hessen, in das sie sich nach dem Tod Heinrichs als Nonne zurückzog.
Im Jahr 1200 wurde Kunigunde durch Papst Innozenz III. heilig gesprochen. Ein Jahr später wurden ihre Gebeine in den Bamberger Dom übertragen. Dort hat auch die sterbliche Hülle ihres Gatten ihre letzte Ruhestätte gefunden.
Namensbedeutung:
"Kunigunde" ist althochdeutsch und heißt "die für die Sippe Kämpfende".
Darstellung:
In kaiserlichen Gewändern, manchmal mit Witwenschleier, mit Kirchenmodell, Kreuz oder mit glühenden Pflugscharen.
Patron:
Des Erzbistums Bamberg, der Schwangeren, der (kranken) Kinder
Text: Thomas Mollen | Foto: Archiv
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