08. Juli
Heiliger Kilian und Gefährten
Lebensdaten:
Geboren im 7. Jahrhundert in Mullagh (Irland), gestorben um 689 in Würzburg.
Vita:
Historisch gesicherte Fakten über das Leben des heiligen Kilian gibt es nur wenige. Vieles, was wir über den früheren Bischof wissen, entstammt mündlichen Überlieferungen. Der Legende nach entstammte der Geistliche einer iroschottischen Familie und kam in päpstlichem Auftrag um 687 mit seinen Gefährten Totnan und Kolonat nach Würzburg, um dort zu predigen.
Dabei bekehrte er auch den heidnischen Herzog Gozbert und dessen gesamte Familie. Er brachte Gozbert sogar dazu, sich von seiner Gefährtin Gailana zu trennen, weil sie vorher mit Gozberts Bruder vermählt gewesen war. Diese heuerte daraufhin aus Wut über die Trennung einen Mörder an und ließ den Bischof mitsamt seinen Gefährten ermorden. Ihre Leichen wurden mitsamt den heiligen Geräten und dem kostbaren Kiliani-Evangeliar verscharrt.
Die Häupter der drei Märtyrer werden im Dom zu Würzburg aufbewahrt, darüber hinaus befinden sich Reliquien Kilians in der Würzburger Neumünsterkirche.
Brauchtum:
Am Feste Kilians und seiner Gefährten findet die Kilianiwallfahrt mit Prozession in den Straßen Würzburgs statt. Parallel dazu feiern die Bürger ein großes Volksfest. Die Kaufleute veranstalten zu diesem Termin die "Kilianimesse".
Namensbedeutung:
"Kilian" ist keltisch und heißt "Mann der Kirche".
Darstellung:
In bischöflichen Gewändern mit Kreuz, Dolch oder Schwert, Palme.
Patron:
Patron der Diözese Würzburg und Frankens, gegen Gicht und Rheuma.
Mehr zum Thema im Internet:
Text: Thomas Mollen
Juli 2004
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