
Der heilige Vitus wird häufig als Knabe in vornehmer Kleidung dargestellt
15. Juni
Heiliger Vitus (Veit)
Lebensdaten:
Geboren um 297 auf Sizilien (Italien), gestorben um 304 in Rom.
Vita:
Vitus, der als Knabe in der Christenverfolgung unter dem römischen Kaiser Diokletian starb, wurde im 14. Jahrhundert zu einem der 14 Nothelfer der katholischen Kirche erhoben. Er war von seiner Amme Creszentia und seinem Lehrer Modestus christlich erzogen worden, sehr zum Missfallen seines römischen Vaters. Als dieser ihn aufforderte, dem christlichen Glauben abzuschwören, weigerte sich Vitus und flüchtete mit Creszentia und Modestus nach Lucana in Unteritalien, wo sie der Legende nach von einem Adler mit Nahrung versorgt wurden.
Eines Tages wurden die drei entdeckt und Diokletian vorgeführt. Obschon Vitus den Sohn des Herrschers noch von einer schweren Krankheit heilte, ließ der Kaiser sie gemeinsam in einen Kessel mit siedendem Öl werfen. Aus diesem jedoch konnten sie unversehrt wieder hinaussteigen. Die Löwen, denen sie zum Fraß vorgeworfen werden sollten, legten sich ihnen zahm zu Füßen. Rasend vor Wut, ließ Diokletian die drei Christen daraufhin enthaupten. Mehrere Adler bewachten die drei Leichname, bis dass eine Christin kam, um sie zu bestatten. Reliquien des Vitus befinden sich hauptsächlich in der Prager Sankt-Veit-Kirche, aber auch in zahlreichen anderen Gotteshäusern.
Namensbedeutung:
"Vitus" ist lateinisch und heißt "lieber Kleiner".
Darstellung:
Als Knabe, oft in vornehmer Kleidung, mit Buch, Löwen, Ampel, Kessel, Hahn, Brot und Knüttel, auch mit Adler und Hasen.
Patron:
Von Rügen, Pommern, Niedersachsen und Böhmen, der Jugendlichen, Kupfer- und Kesselschmiede, Brauer, Apotheker, Bergleute, Winzer, Schauspieler, Krüppel, Lahmen, Tauben, Blinden, der Haustiere, Hunde, des Geflügels, der Quellen, gegen Besessenheit, Epilepsie, Hysterie und Tollwut, gegen Krämpfe, Aufregung, Schlangenbisse, Bettnässen, Augenkrankheiten, Gehörlosigkeit, Unwetter, Blitz und Feuergefahren, gegen Unfruchtbarkeit, für Aussaat und Ernte und Bewahrung der Keuschheit.
Text: Thomas Mollen | Foto: Archiv
Juni 2005
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