01. Juni
Heiliger Simeon von Trier
Lebensdaten:
Geboren im 10. Jahrhundert in Syrakus (Italien), gestorben am 1. Juni 1035 in Trier (Rheinland-Pfalz).
Vita:
Simeon wurde im sizilianischen Syrakus als Sohn eines Griechen geboren. Seine Ausbildung erhielt er in Konstantinopel. Sieben Jahre lang wirkte er als Pilgerführer im Heiligen Land, ehe er sich als Mönch in das Marienkloster in Betlehem und später in das Katharinenkloster auf dem Sinai zurückzog. Der dortige Abt beauftragte Simeon, in Europa Almosen für das Kloster zu sammeln. Zu diesem Zweck sollte er in Rouen mit Herzog Richard II. zusammentreffen. Als er dort ankam, war der Herzog allerdings bereits gestorben.
Simeon besuchte nun die Äbte von Saint Vanne in Verdun und Sankt Martin in Trier, die er auf der Überfahrt nach Europa kennen gelernt hatte. Der Trierer Abt Eberwin machte ihn mit seinem Erzbischof Poppo bekannt, den Simeon auf dessen Pilgerfahrt ins Heilige Land 1028 bis 1030 begleitete.
Auf seinen eigenen Wunsch kehrte Simeon gemeinsam mit dem Erzbischof nach Trier zurück, wo er sich als Inkluse in den Nordturm der Porta Nigra einschließen ließ. Dort verlebte er seine letzten Jahre und starb am 1. Juni 1035.
Nur wenige Monate nach dem Tod Simeons sprach ihn Papst Benedikt IX. heilig. Erzbischof Poppo dankte seinem treuen Reisegefährten, indem er ihm zu Ehren 1041 die Porta Nigra zu einer Kirche umgestalten ließ und daran angrenzend ein Chorherrenstift errichtete.
Nach der Auflösung des Simeonstiftes im Jahre 1802 wurden die Reliquien des Heiligen in die Sankt-Gervasius-Kirche in Trier übertragen. Andere Reliquien befinden sich in der 1971 neu erbauten Trierer Pfarrkirche Sankt Simeon.
Namensbedeutung:
"Simeon" ist hebräisch und heißt "Gott hat erhört".
Darstellung:
In Pilger- oder Diakonenkleidung, mit Buch, Palme oder zwei Teufeln.
Text: Thomas Mollen
Juni 2005
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