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24.04.2017
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Durch eine Darstellung des jungen Mädchens im Wappen von Westerkappeln ist die Heilige Reinhild bis in die Gegenwart hinein allgegenwärtig.

Wappen von Westerkappeln.

30. Mai

Heilige Reinhild von Westerkappeln

Lebensdaten:

Sie lebte im 12./13. Jahrhundert in Westerkappeln bei Osnabrück.

Vita:

In Westerkappeln ist die Heilige Reinhild bis in die Gegenwart hinein allgegenwärtig. Eine Darstellung des jungen Mädchens ist nämlich Bestandteil des Stadtwappens. In Riesenbeck hingegen, wo sie begraben liegt, zog es die Menschen bis ins Jahr 1929 hinein zur Reinhildisquelle, der heilende Wirkung nachgesagt wurde. Seit dem Bau des Dortmund-Ems-Kanals erinnert noch ein Denkmal an einen besonderen Ort des Gedächtnisses einer außergewöhnlichen Frau, die früh verstarb.

Reinhild wurde in einem Bauernhaus geboren und litt seit frühester Zeit unter ihren herrischen und gewaltbereiten Eltern. Ihre Mutter und ihr Stiefvater ließen das junge Mädchen fortwährend harte Arbeiten verrichten. Reinhild aber zog es ständig in den Gottesdienst. Der Legende nach genügte das Ertönen der Gottesdienstglocken und Pferde übernahmen – wie von Engelshand geleitet – die Arbeiten des nunmehr betenden Mädchens. Reinhilds Eltern verboten ihr bald, die Gottesdienste zu besuchen. Als sie sich dennoch den strengen Anweisungen der Eltern um ihrer Frömmigkeit willen widersetzte, stieß ihre Mutter sie der Legende nach in einen Brunnen. Reinhild aber überlebte wie durch ein Wunder. Daraufhin soll die Mutter Reinhild erwürgt und im eigenen Stall begraben haben.

Zeitgleich mit Reinhild soll auch ihr hartherziger Stiefvater durch einen Pferdesturz umgekommen sein. Die Mutter ließ die beiden gemeinsam begraben, doch Reinhilds Leichnam war bereits am Tag darauf wieder aus dem Grab heraus. Von einem Ochsenkarren soll der Leichnam schließlich nach Riesenbeck geführt worden sein – bis hin zu jenem Ort, an dem sich jahrhundertelang die berühmte Quelle befand.

Namensbedeutung:

Der Name Reinhild bedeutet im Althochdeutschen 'Rat und Kampf'. Nicht unüblich ist auch die Bezeichnung Reinhildis.

Darstellung:

In der St.-Kalixtus-Kirche in Riesenbeck ist eine Grabplatte romanischer Baukunst erhalten. Auf dieser Grabplatte ist dargestellt, wie ein Engel die Seele der betenden Reinhild in Empfang nimmt.

Mehr zum Thema in kirchensite.de:

  1. Öffnet internen Link im aktuellen FensterBistumshandbuch: Reinhildis von Riesenbeck (Heilige des Bistums)
  2. undefinedHeilige des Bistums Münster: Reinhildis von Riesenbeck

Text: Tim Schlotmann | Foto: Archiv
Juni 2012

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