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22.10.2017
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24. Mai

Heilige Dagmar

Lebensdaten:

Geboren etwa 1186, gestorben am 24. Mai 1212 in Ribe (Dänemark).

Vita:

Der ursprüngliche tschechische Geburtsname der Heiligen Dagmar von Böhmen (oder auch Dagmar von Dänemark) lautete Marketa Premyslovna. Geboren wurde sie als Tochter des Premysliden-Fürsten und späteren Königs Ottokar I. Premysl und dessen erster Gattin Adelheid von Meißen. Die Jugend Marketas war von Vertreibung geprägt. So hatte sie bereits einen leidvollen Lebensweg zurückgelegt, ehe sie sich im Jahr 1197 mit ihrer Mutter bei ihrem Onkel auf dem markgräflichen Hof in Meißen niederließ.

Sieben Jahre später bemühten sich dänische Diplomaten intensiv darum, die junge Marketa mit dem seit 1202 regierenden dänischen König Waldemar II. zu verheiraten. Nach zähen Verhandlungen willigte Marketa ein und führte damit auch ihre zwischenzeitlich getrennt lebenden Eltern wieder zusammen. Im Jahr 1205 kehrte ihre Mutter Adelheid auf den böhmischen Thron zurück und Marketa heiratete in Lübeck den dänischen Monarchen. Seit der Hochzeit trug sie den Namen Dagmar, als Zeichen ihrer Schönheit. Im Jahr 1209 gebar Dagmar ihren ersten Sohn Waldemar. Bei der Geburt des zweiten Kindes, drei Jahre später, starb sie. Sie wurde in der St. Bents-Kirche im dänischen Ringsted bestattet, der Verbleib ihrer Gebeine ist jedoch unbekannt.

Auch wenn die Heilige Dagmar jung verstarb, hallte ihre Wirkung insbesondere in Dänemark lange nach. Schon aus dem Jahrhundert ihres Ablebens sind die ersten Hymnen auf Dagmar überliefert. In den Liedern und Balladen, die thematisch der Minnelyrik nahestehen, werden vor allem Dagmars barmherzige Taten beschrieben. Eine Volksweise, die den Tod Dagmars beschreibt, erscheint im Riber Dom täglich noch als Glockenspiel.

Namensbedeutung:

Dagmar bedeutet entweder 'die Gute Berühmte' (im dänischen und im althochdeutschen) oder auch 'die liebe Friedliche' (im slawischen)

Darstellung:

Beim Öffnen des Grabes des Heiligen Dagmar im Jahr 1695 fand man ein Kreuz, das in Dänemark vielfach zum Gegenstand besonderer Verehrung wurde und bis in die Gegenwart hinein als 'Dagmarkreuz' häufig zur Taufe oder an anderen kirchlichen Festen verschenkt wird.

Text: Tim Schlotmann
Juni 2012

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