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29.07.2016
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Damian de Veuster

Damian de Veuster gilt als "Apostel der Aussätzigen".

10. Mai

Heiliger Damian de Veuster

Lebensdaten:

Geboren am 3. Januar 1840 in Tremelo (Belgien), gestorben am 15. April 1889 in Kalawo (Hawaii).

Vita:

Joseph de Veusters Bruder war bereits Mitglied der Ordensgemeinschaft von den "Heiligsten Herzen Jesu und Mariens" (Picpus-Missionare, Arnsteiner Patres), als ihn Joseph gemeinsam mit dem Vater im Kloster besuchte. Von dem Leben der Ordensleute war Joseph so beeindruckt, dass er gleich an Ort und Stelle um Aufnahme in die Kongregation bat. Unter dem Ordensnamen Damian fügte er sich schnell in das Gemeinschaftsleben ein.

1863 verließ er Europa mit einer Gruppe von Missionaren, um auf der Inselgruppe Hawaii den Glauben zu verkünden. Ursprünglich war sein Bruder für diese Aufgabe vorgesehen gewesen. Er war aber kurz vor der Abreise an Typhus erkrankt. So hatte Damian seinen Platz eingenommen. Kurz nach seiner Ankunft in Honolulu empfing de Veuster die Priesterweihe und wirkte anschließend einige Jahre lang in verschiedenen Missionsdistrikten der Inselgruppe.

1873 schließlich ließ er sich auf eigenen Wunsch in die Lepra-Kolonie Kalawao auf der "Todesinsel" Molokai versetzen, wohl wissend, dass es von dort keine Wiederkehr geben konnte. Nach Kalawao wurden all jene gebracht, die sich mit dem Aussatz infiziert hatten. Kurz vor dem Strand wurden sie aus den Booten gekippt. Die lokalen Behörden sahen in dieser unmenschlichen Politik die einzige Möglichkeit, ein weiteres Ausbreiten der erst durch die europäischen Entdecker eingeschleppten Krankheit zu verhindern.

De Veuster fiel es zunächst nicht leicht, sich in der Kolonie der Todgeweihten zurechtzufinden. Zu groß war der Ekel vor dem fauligen Gestank, den die Geschwüre der Kranken verursachten, zu sehr war die Gottlosigkeit und Hoffnungslosigkeit auf dem Eiland fortgeschritten. Das Gesetz für die Neuankömmlinge lautete stets: Hier gibt es kein Gesetz.

Trotzdem machte er sich an die Arbeit, baute Strukturen auf: Häuser, Wasserleitungen, sogar eine Schule. Er vertrat die Kranken durch Briefe bei der Inselregierung und sorgte für Medikamente. Vor allem aber kümmerte er sich um die Menschen, hörte ihnen zu, tröstete sie, gab ihrem Leben durch die Erinnerung an das Leiden und die Erlösung Jesu Christi wieder einen Sinn. Damian de Veuster wird bis heute als der "Apostel der Aussätzigen" verehrt.

Von Anfang an war ihm klar gewesen, dass er selbst auf Dauer der heimtückischen Krankheit nicht würde entgehen können. Mit 45 Jahren war es so weit, er infizierte sich mit Lepra. Vier Jahre lang ertrug er das Leiden genau so wie seine Mitmenschen auf der Insel. 1889 schließlich starb er in Kalawao.

Sein Leichnam wurde 1936 auf Bitten des belgischen Königshauses nach Leuven in Flandern übertragen. Am 4. Juni 1995 sprach ihn Papst Johannes Paul II. in Brüssel selig. Dabei wurde das liturgische Gedenken auf den 10. Mai festgelegt, den Tag seiner Ankunft auf der Leprainsel Molokai. Am 11. Oktober 2009 wurde Damian de Veuster von Papst Benedikt XVI. heilig gesprochen.

Namensbedeutung:

"Damian" ist griechisch und bedeutet "der Bezwinger".

Mehr zum Thema in kirchensite.de:

  1. undefinedPapst spricht Damian De Veuster heilig (11.10.2009)

Mehr zum Thema im Internet:

  1.  Öffnet externen Link in neuem Fensterwww.arnsteiner-patres.de

Text: Thomas Mollen | Foto: Johannes Bernard
April 2006

 

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