
Statue von Godehard als Bischof von Hildesheim mit Stab und Marienreliquiar in der Basilika St. Godehard in Hildesheim.
05. Mai
Heiliger Godehard von Hildesheim
Lebensdaten:
Geboren 960 in Reichersdorf (Bayern), gestorben am 5. Mai 1038 in Hildesheim (Niedersachsen).
Vita:
Als Sohn armer Bauern kam Godehard 960 im niederbayerischen Reichersdorf zur Welt. Mit 30 Jahren wurde er Benediktinermönch im benachbarten Kloster Niederaltaich. Schon nach kurzer Zeit wurde er zum Prior gemacht, im Jahr 996 schließlich übernahm er das Amt des Abtes. Unter seiner Leitung wuchs Niederaltaich zu einer berühmten Abtei, die Godehard ebenso im Geiste der Reformbewegung von Cluny führte, wie die ihm später zusätzlich übertragenen Klöster Hersfeld und Tegernsee.
Auf Wunsch Kaiser Heinrichs II. wurde Godehard am 2. Dezember 1022 als Nachfolger Bernwards zum Bischof von Hildesheim geweiht. In seiner Amtszeit ließ er über 30 Kirchen neu bauen, erweiterte den Dom, förderte das Schulwesen und die höhere Bildung. Beim Volk war er als liebenswürdiger und fröhlicher Seelsorger beliebt. Nach seinem Tod am 5. Mai 1038 fand er seine letzte Ruhestätte im Dom zu Hildesheim.
Brauchtum:
Die Verehrung Godehards breitete sich bald über ganz Europa aus. Einer Legende nach soll der Schweizer Sankt-Gotthard-Pass nach dem Hildesheimer Bischof benannt worden sein.
Namensbedeutung:
"Godehard" ist althochdeutsch und heißt "der durch Trefflichkeit Berühmte".
Darstellung:
Als Bischof mit Kirchenmodell, brennenden Kohlen, Teufel, Tote erweckend.
Patron:
Des Bistums Hildesheim, der Maurer, gegen Gicht, Rheuma, Kinderkrankheiten, schwere Geburten, gegen Blitz und Hagel.
Text: Thomas Mollen | Foto: Archiv
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