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25.05.2012
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Heiliger Georg

Der heilige Georg wurde im Mittelalter zum Schirmherr der Kreuzfahrer und Ritter.

23. April

Heiliger Georg

Lebensdaten:

Geboren im 3. Jahrhundert in Kappadozien (heute: Türkei), gestorben um 305 vermutlich in Nikomedien (heute: Türkei) oder in Lydda (heute: Palästina).

Vita:

Georg gehört sicherlich zu den Heiligengestalten, um die sich die meist verbreiteten Legenden ranken. Bekannt dürfte vor allem sein Kampf mit dem Drachen sein. Die früh einsetzende Legendenbildung verzerrt die tatsächliche Vita des Heiligen, so dass wir nicht viel Gesichertes über das Leben und Sterben dieses berühmten Märtyrers wissen. Georg stammte wohl aus Kappadozien und war Soldat des römischen Heeres. Unter der Herrschaft Kaiser Diokletians wurde er um 305 enthauptet. In der Ostkirche zählt man ihn zu den „Großmärtyrern“, unzählige Kirchen tragen seinen Namen.

Die größte Verehrung setzte erst im Mittelalter ein, als Georg Schirmherr der Kreuzfahrer und Ritter wurde. Im Kaukasus wurde sogar der Staat Georgien nach ihm benannt, aber auch in England genießt der Heilige bis heute höchste Verehrung. In Deutschland zählt man Georg zu den 14 Nothelfern.

Die bekannteste Legende, die sich um den heiligen Mann rankt, ist die vom Drachenkampf: Die Stadt Silena in Libya wurde tyrannisiert von einem Drachen, der die Luft mit seinem Feueratem verpestete. Besänftigt wurde das Untier dadurch, dass man ihm täglich zwei Schafe opferte. Als es keine Schafe mehr gab, forderte der Drache Menschenopfer. Das Los zur Bestimmung des ersten Opfers fiel ausgerechnet auf die Königstochter, die ihren Opfergang unter dem herzzerreißenden Wehklagen ihrer Eltern im Brautkleid antrat.

Georg versprach, die Stadt von der Bestie zu befreien, wenn sich die Einwohner Silenas hernach von ihm taufen lassen würden. Dies wurde ihm gelobt, so dass er dem Drachen in voller Rüstung entgegen ritt und ihn mit seiner Lanze schwer verletzte. Gemeinsam mit der Prinzessin brachte er das halbtote Untier in die Stadt, worauf sich 15.000 Bürger taufen ließen. Georg tötete den Drachen daraufhin endgültig, der schließlich von sechs Ochsen hinausgeschleift und im nahe gelegenen See versenkt wurde.

Von römischen Christenverfolgern wurde Georg im Jahr 305 festgenommen. Ohne Verletzungen soll er seine zahlreichen Folterungen überstanden haben, was die Gemahlin des Kaisers derart beeindruckte, dass sie sich taufen ließ. Daraufhin wurde sie mit Georg zusammen vor den Toren der Stadt enthauptet.

Brauchtum:

Georg genießt schon im Altertum höchste Verehrung im vorderen Orient, in Ägypten und Äthiopien. Der Kult breitete sich schnell aus und erreichte schließlich Mitteleuropa. In Deutschland wurde Georg insbesondere während seiner Ritterlichkeit verehrt.

Auch im bäuerlichen Leben gehört er zu den wichtigsten Heiligen: ab dem Georgstag darf man die Felder nicht mehr betreten. Schulden aus dem alten Jahr werden maximal bis zum Georgstag gestundet. Auch den Pferden, dem Zeichen des Rittertums, wird am Georgstag gedacht: mit zahlreichen Pferdesegnungen und Umritten.

Schließlich feiern auch die Pfadfinder, inbesondere der katholischen Verbände "Deutschen Pfadfinderschaft Sankt Georg" und "Pfadfinderinnenschaft Sankt Georg" ihren Patron mit vielfältigen Aktionen.

Namensbedeutung:

"Georg" ist ein griechischer Name, der "der Landmann" oder "der Bauer" bedeutet.

Namensableitungen:

Von "Georg" lassen sich folgende Namen ableiten: Jörg, Jörn, Jürgen, Gorch, Jöran, George (engl.), Jerzy (poln.), György (ung.), Georges (franz..), Juri (russ.), Göran (schwed.). 

Darstellung:

Georg wird als Ritter mit und ohne Pferd dargestellt, wie er seine Lanze in den Körper des Drachen bohrt.

Patron:

Der Ritter und Märtyrer ist Patron des Bistums Limburg, der Pfadfinder, der Ritterorden, der Soldaten, der Reiter, Schützen- und Kaufmannsgilden, Bergleute, Böttcher, Sattler, Schmiede, Artisten, Wanderer, Krankenhäuser, Bauern, Pferde, des Viehs und des Wetters. Man ruft ihn an für Glauben, in Kämpfen aller Art, in Kriegsgefahr, gegen Fieber, Beschimpfungen und Versuchungen.

Text: Thomas Mollen | Foto: Michael Bönte
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