16. April
Heiliger Benedikt Josef Labre
Lebensdaten:
Geboren am 26. März 1748 in Amettes (Frankreich), gestorben am 16. April 1783 in Rom.
Vita:
Benedikt Josef Labre kam in Amettes (Nordfrankreich) zur Welt. Von Kindesbeinen an zeigte sich, dass er anders war als seine Altersgenossen: In sich gekehrt, zeigte der Junge eine tiefe Religiosität und große Begeisterung an kirchlichen Handlungen. Sein Weg ins Priestertum war vorgezeichnet, so schien es. Doch Benedikt weigerte sich beharrlich, zu lernen. Eine klerikale Laufbahn blieb ihm infolgedessen verwehrt. Auch in das Ordensleben eines Klosters konnte sich Benedikt nicht recht einfügen. Den einzigen Orden, welcher bereit war, den eigenwilligen jungen Mann aufzunehmen, die Trappisten, verließ er bereits nach kurzer Zeit.
Ab 1770 bereiste Benedikt als Bettler und Pilger alle wichtigen Stätten des christlichen Glaubens und hatte damit seine Berufung gefunden. Streng gegen sich selbst, die meisten Almosen dankend ablehnend, zog er seiner Wege. Dabei wurden ihm immer wieder mystische Gnadengaben zuteil. Während er zu Lebzeiten oft verspottet wurde, versammelten sich nach seinem Tod in der Kirche Santa Madonna dei Monti in Rom an diesem Ort zahlreiche Gläubige, um dem "Vagabunden Gottes" die letzte Ehre zu erweisen. In jener Kirche liegt Benedikt Josef Labre auch bis heute begraben.
Brauchtum:
Sowohl in Rom wie auch in Frankreich wird Benedikt sehr verehrt.
Namensbedeutung:
"Benedikt" heißt "der Gesegnete" (lat.). "Josef" ist hebräisch und steht für "Gott möge vermehren".
Namensableitungen:
Von "Benedikt" lassen sich ableiten: Bendix, Bengt, Benito, Bennet, Bent, Benoit, Benz.
Von "Josef" sind mundartlich die Kurzformen Jupp, Jopp und Sepp gebräuchlich.
Darstellung:
Als Pilger mit Stab und Rosenkranz.
Text: Thomas Mollen
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