13. April
Heiliger Martin I.
Lebensdaten:
Geboren um 600 in Todi (Italien), gestorben am 16. September 655 in Cherson (Ukraine).
Vita:
Der aus Todi in Umbrien stammende Martin wurde im Jahr 649 Papst. Die Weihe wurde ohne eine kaiserliche Bestätigung vollzogen, was den damaligen Regenten, Kaiser Konstans II., außerordentlich verärgerte. Als Martin vier Jahre später die von Konstans geförderte Irrlehre des Monotheletismus (nach der Christus keinen eigenen Willen gehabt, sondern von Gott-Vater vollständig gelenkt worden sei) auf dem Laterankonzil verurteilte, ließ der Kaiser ihn in der Lateranbasilika festnehmen und nach Konstantinopel zum Verhör bringen.
Der Papst wurde zum Tode verurteilt, anschließend jedoch begnadigt und in die Verbannung auf die Krim geschickt. Dort verbrachte Martin den Rest seines Lebens in Gefangenschaft. Obschon er nie abgedankt hatte, wurde in Rom noch zu seinen Lebzeiten ein Nachfolger gewählt.
Aufgrund seiner Gefangennahme in Ausübung seines Amtes und seinem Tod nach Demütigungen und Misshandlungen in der Gefangenschaft wird Martin als Märtyrer verehrt.
Brauchtum:
Obschon Martin im September starb, wird sein Gedenktag in der griechischen Kirche schon seit Jahrhunderten im April begangen.
Namensbedeutung:
"Martin" ist lateinisch und heißt "der dem Kriegsgott Mars Geweihte".
Darstellung:
Als Papst mit Stab und Tiara.
Text: Thomas Mollen
April 2006
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