11. April
Heilige Gemma Galgani
Lebensdaten
Geboren am 12. März 1878 in Camigliano (Italien), gestorben am 11. April 1903 in Lucca (Italien).
Vita:
Die Familie Gemma Galganis starb früh, und sie selbst war als junges Mädchen stets von Krankheiten geplagt gewesen. So sehr, dass ihr ein Priester im Februar 1899 bereits die letzten Sakramente spendete. Wie durch ein Wunder gesundete sie jedoch schlagartig und konnte in der Folge sogar eine Arbeit als Dienstmädchen aufnehmen.
Noch im selben Jahr fiel Gemma am Vorabend des Herz-Jesu-Festes in eine Ekstase und empfing dabei die Wundmale Jesu Christi. Von nun an traten diese Male jeden Donnerstag zum Vorschein. Gemma ertrug diese schmerzhaften Erfahrungen im Vertrauen auf Gott, versuchte sie aber gegenüber ihren Mitmenschen geheim zu halten. Auch die Male der Dornenkrone und der Geißelung empfing sie später.
Die brennende Liebe zu Gott wurde bei Gemma Galgani fast sprichwörtlich spürbar. So berichten Chronisten, oft sei ihre Kleidung in der Nähe des Herzens versengt gewesen. Bei der jungen Frau, die sich selbst als Sühneopfer für gefährdete Seelen hingab, krümmten sich sogar die Rippen in der Herzgegend zu einem Kreuz.
Am 11. April 1903 starb die Mystikerin im Alter von nur 25 Jahren nach einem Leben, das vom Ertragen großer Pein und von tiefer Frömmigkeit und Gottvertrauen gleichermaßen geprägt war. Sie wurde im Passionistinnen-Kloster in Lucca bestattet. Papst Pius XII. sprach Gemma Galgani am 2. Mai 1940 heilig.
Namensbedeutung:
"Gemma" ist lateinisch und heißt "Edelstein".
Darstellung:
Als betendes junges Mädchen mit den Wundmalen Jesu.
Text: Thomas Mollen
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