17. März
Heiliger Johannes Sarkander
Lebensdaten:
Geboren am 20. Dezember 1576 in Skotschau (Tschechien), gestorben am 17. März 1620 in Olmütz (Tschechien).
Vita:
Johannes hatte bei den Jesuiten in Olmütz und Prag studiert und schließlich im Fach Philosophie promoviert. Ein Studium der Theologie in Graz brach er ab, als er sich in eine Frau verliebte und sie schließlich heiratete.
Nach dem frühen Tod seiner Gemahlin nahm er seine Studien wieder auf und wurde 1609 zum Priester geweiht. In Mähren verkündete er fortan den katholischen Glauben. Ab 1616 wirkte er als Pfarrer von Holleschau. Als sich 1620, zu Beginn des Dreißigjährigen Krieges, die protestantischen Stände gegen Ferdinand II. erhoben, wurde Johannes gefangen genommen und nach Olmütz gebracht. Dort versuchte man, ihn dazu zu bewegen, Wissen preiszugeben, dass er im Bußsakrament empfangen hatte. Er wurde gefoltert und mit Fackeln gebrannt, doch seine Lippen blieben stumm. Schließlich erlag er am 17. März 1620 seinen Verletzungen.
Johannes Sarkander wurde am 6. Mai 1860 selig gesprochen, die Heiligsprechung durch Papst Johannes Paul II. erfolgte am 21. Mai 1995 in Olmütz.
Namensbedeutung:
"Johannes" ist hebräisch und heißt "Der Herr ist gnädig".
Namensableitungen:
Von "Johannes" lassen sich folgende Namen ableiten: John, Johnny, Jonny, Hans, Hannes, Johann.
Patron:
Des Beichtgeheimnisses.
Text: Thomas Mollen
März 2006
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