
Klemens Maria Hofbauer, hier auf einem Gemälde von P. Rinn, ist Patron der Stadt Wien.
15. März
Heiliger Klemens Maria Hofbauer
Lebensdaten:
Geboren am 26. Dezember 1751 in Taßwitz (Tschechien), gestorben am 15. März 1820 in Wien
Vita:
Hofbauer wurde als Sohn einer Deutschen und eines Tschechen im mährischen Taßwitz geboren und erlernte zunächst das Bäckerhandwerk. Später lebte er als Einsiedler in Tivoli nahe Rom. Durch die Unterstützung einiger wohlhabenden Gönner konnte er in Wien ein Theologiestudium aufnehmen, das er 1784 in Rom vollendete. Ein Jahr später trat er gemeinsam mit einem Freund als erster Deutscher in den Orden der Redemptoristen ein und empfing die Priesterweihe.
Die Redemptoristen schickten ihn nach Warschau, wo er das erste Kloster des Ordens nördlich der Alpen errichtete. An diesem Standort gründete er ein Armenhaus, eine Lateinschule und ein Waisenhaus. 1808 mussten die Ordensleute den Warschauer Konvent auf Geheiß Napoleons aufgeben. Klemens ging zurück nach Wien, wo er sich vor allem als Krankenseelsorger bald einen Namen machte. Unter anderem führte er die Hausbesuche als neue Form der seelsorgerischen Praxis ein.
Scharf sprach sich Hofbauer in seinen Predigten gegen die allein vom Rationalismus geprägte Aufklärung aus, woraufhin er sich der ständigen Beobachtung durch die Polizei ausgesetzt sah.
Großen Einfluss hatte Klemens nicht nur auf die politischen Verhandlungen des Wiener Kongresses, sondern auch auf einen Kreis von Künstlern und Intellektuellen, zu denen unter anderem die Romantiker Clemens Brentano, Friedrich Schlegel und Joseph von Eichendorff gehörten.
Nach einem erfüllten Leben starb er 1820 in Wien. Seine sterblichen Überreste wurden zunächst auf dem "Romantikerfriedhof" Maria Enzersdorf bei Wien begraben und später in die Wiener Kirche Maria am Gestade überführt. 1909 wurde er heilig gesprochen.
Namensbedeutung:
"Klemens" ist lateinisch und bedeutet "der Sanftmütige, Milde"
Darstellung:
Man stellt Klemens Maria Hofbauer in der Kleidung der Redemptoristen dar, oft in Gebetshaltung mit einem Rosenkranz.
Patron:
Er ist Patron der Stadt Wien und seit 1913 zweiter Patron der Gesellenvereine.
Text: Thomas Mollen | Foto: Archiv
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