10. März
Heiliger Johannes Ogilvie
Lebensdaten:
Geboren um 1580 in Drum (Schottland), gestorben am 10. März 1615 in Glasgow (Schottland).
Vita:
John Ogilvie wurde im schottischen Drum als Sohn eines calvinistischen Hofbeamten der Königin Maria Stuart geboren. Zur Ausbildung ging Ogilvie auf das europäische Festland, wo er bald zum katholischen Glauben konvertierte. Nach dem Besuch des Päpstlichen Seminars in Olmütz trat er 1599 dem Jesuitenorden bei und wirkte in der Folgezeit in Wien und Graz. 1610 wurde er in Paris zum Priester geweiht. Ein Jahr später reiste er heimlich in das zu jener Zeit streng protestantisch regierte Schottland zurück, wo er Aufnahme im Haus eines Edinburgher Rechtsanwalts fand. Im Untergrund kümmerte er sich um die Katholiken der Stadt und besuchte immer wieder eingekerkerte Glaubensbrüder in ihren Gefängnissen, um ihnen Trost und Zuspruch zu bieten.
Im Jahre 1614 wurde Ogilvie selbst verraten und auf Geheiß des protestantischen Erzbischofs Spottiswoode ins Glasgower Gefängnis geworfen. Was er in dieser Zeit erlebte, schrieb er in dem erschütternden Leidensbericht "Relatio incarcerationis" nieder. Man verlangte von ihm unter schwersten Folterungen, die Namen weiterer Katholiken preiszugeben. Als er sich weigerte, bot man ihm noch eine letzte Chance, indem er selbst dem Katholizismus abschwören sollte. Auch hier bewies Ogilvie Standhaftigkeit und Treue im Glauben. Schließlich wurde er wegen Hochverrats zum Tode verurteilt und gehängt. Anschließend wurde seine Leiche gevierteilt. Papst Paul VI. sprach Johannes Ogilvie am 17. Oktober 1976 heilig.
Namensbedeutung:
Johannes ist hebräisch und heißt "Der Herr ist gnädig".
Namensableitungen:
Von "Johannes" lassen sich folgende Namen ableiten: John, Johnny, Jonny, Hans, Hannes, Johann.
Text: Thomas Mollen
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