06. März
Heiliger Quiriacus
Lebensdaten:
Geboren vermutlich im 3. Jahrhundert in Poitiers (Frankreich), gestorben im 4. Jahrhundert in Trier.
Vita:
Der Legende nach kam Quiriacus gemeinsam mit dem späteren Trierer Bischof Maximinus aus Aquitanien an die Mosel, wo er die Priesterweihe empfing. Über das Leben des Benediktiners sind darüber hinaus nur wenige Einzelheiten überliefert. So soll ein Engel von der Unschuld des Mönches gekündet haben, als andere Kleriker ihn wegen seiner tiefen Freundschaft zu Maximinus verleumdeten. Nachts, so wird weiter berichtet, suchte Quiriacus gerne die Friedhöfe der Stadt auf, um an den Gräbern der Heiligen zu beten.
Nach seinem eigenen Tode setzte sogleich eine innige Verehrung ein, so dass die Türen der Abteikirche Sankt Maximin, in der er begraben lag, Tag und Nacht offen gehalten werden mussten. Der Lärm der Pilgerströme störte die übrigen Brüder offenbar so sehr, dass sie beschlossen, die Reliquien des Heiligen außerhalb der Stadt beizusetzen. So wurden die sterblichen Überreste des Quiriacus nach Taben an der Saar gebracht.
Brauchtum:
Die Quiriacus-Kirche in Taben-Rodt beherbergt noch heute die Quiriacus-Reliquien, die auch weiterhin sehr verehrt werden. Am fünften Sonntag nach Ostern wird traditionell der Reliquienschrein in einer feierlichen Prozession durch den Ort getragen.
Namensbedeutung:
"Quiriacus" ist eine lateinische Nebenform des griechischen Namens "Kyriakos" ("der dem Herrn Geweihte").
Patron:
Gegen Kinderkrankheiten.
Text: Thomas Mollen
März 2005
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