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25.05.2012
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Statue über dem Sarkophag des Apostels Matthias in Trier.

Statue über dem Sarkophag des Apostels Matthias in Trier.

24. Februar

Heiliger Matthias (Apostel)

Lebensdaten

geboren im 1. Jahrhundert gestorben um 63 wahrscheinlich in Äthiopien

Vita

Matthias wurde nachträglich als zwölfter Apostel anstelle von Judas Iskariot eingesetzt. Die Apostelgeschichte berichtet, dass nach der Himmelfahrt Jesu durch das Los bestimmt wurde, wer als Ersatz für den Verräter in den Kreis aufgenommen werden sollte. Die Entscheidung fiel zugunsten von Matthias aus, neben dem auch noch Josef Barsabas zur Wahl gestanden hatte. Über das Leben des Apostels Matthias ist nur wenig bekannt.

Es wird berichtet, dass Matthias zunächst mit großem Erfolg in Judäa predigte. Danach zog er weiter in heidnische Gebiete, so auch nach Äthiopien, um dort das Evangelium zu verkünden und die Menschen zu taufen. Matthias soll die Menschen in besonderer Weise dazu ermahnt haben, einander ein gutes Beispiel zu geben: "Wenn der Nachbar des Gläubigen sündigt, so sündigt oft auch dieser; denn wenn wir dem Nächsten immer ein gutes Beispiel geben, oft und inbrünstig für ihn beten, so wird er von vielen Sünden bewahrt bleiben und gut werden." Legenden berichten von verschiedenen Wundertaten des Apostels, die seine Predigt bekräftigten:

Einmal sei Matthias von Heiden, die ihn auf die Probe stellen wollten, ein giftiges Getränk gereicht worden. Matthias nahm das Getränk zu sich, ohne dass es ihm schadete. Darüber hinaus habe der Apostel Blinde, Lahme und Taube geheilt haben.

Matthias starb um das Jahr 63 wahrscheinlich in Äthiopien. Der Apostel soll von Heiden halbtot gesteinigt und anschließend mit dem Beil erschlagen worden sein. Nach anderen Überlieferungen, den sogenannten Acta Andreae, soll Matthias aus der Gewalt von "Menschenfressern" auf wunderbare Weise befreit worden sein. Seine Reliquien wurden zu Beginn des 4. Jahrhunderts von Bischof Agritius als Geschenk von Kaiserin Helena nach Trier gebracht. Sie befinden sich heute in der Eucharius-Basilika, die seit 1127 nach Matthias benannt ist. Es ist das einzige Apostelgrab auf deutschem Boden.

Brauchtum

Die Verehrung des heiligen Matthias verbreitete sich bereits sehr früh. Es gibt traditionelle Wallfahrten zu den Reliquien, die bis heute von Matthias-Bruderschaften getragen werden. Matthias hat auch als Wetterheiliger Bedeutung erlangt, so gilt der Matthiastag als Vorbote des nahen Frühlings: "Matheis bricht's Eis". In Böhmen gab es den Brauch, am Matthiastag die Obstbäume zu schütteln, um die kommende Ernte günstig zu beeinflussen. Es gab des Weiteren die Tradition von verschiedenen Orakeln in der Matthiasnacht. So wurden am Abend Efeublätter in eine mit Wasser gefüllte Schale gelegt: war eines am nächsten Morgen durchweicht, so bedeutet dies Krankheit.

Namensbedeutung

Matthias ist die Kurzform von 'Matathias' und bedeutet "Geschenk Gottes" (hebräisch).

Namensableitung

Von 'Matthias' lassen sich folgende Namen ableiten: Mattias, Mattia, Matheis, Mathis, Matt, Mattes, Matti, Mattis, Mathew, Mathieu, Mats, Matous, Matwei.

Darstellung

Matthias wird als Apostel mit Buch und Rolle dargestellt. Viele Abbildungen zeigen ihn auch mit den  Marterwerkzeugen: so wird der Apostel mit Beil, Schwert, Lanze oder Steinen abgebildet.

Patron

Matthias ist Patron des Bistums Trier, von Goslar, Hannover und Hildesheim, der Bauhandwerker, Metzger, Zuckerbäcker, Schmiede, Schneider und der Matthiasbruderschaften. Matthias wird angerufen zum Schulbeginn von Jungen, gegen Keuchhusten, Blattern und gegen eheliche Unfruchtbarkeit.

Text: Heike Harbecke | Archiv
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