25. Januar
Heiliger Poppo von Stablo
Lebensdaten:
Geboren um 978 in Deynze (Belgien), gestorben am 25. Januar 1048 in Marchiennes (Belgien).
Vita:
Poppo entstammte flandrischem Adel und sollte nach dem Willen seiner Eltern Ritter werden. Diese Aufgabe füllte er zunächst auch aus, ehe er um 1000 eine Pilgerfahrt ins Heilige Land und fünf Jahre später eine weitere Wallfahrt, diesmal nach Rom, unternahm. Nach einem Bekehrungserlebnis wurde Poppo Benediktinermönch in der Abtei Saint Thierry in Reims. Später ließ er sich nach Saint Vanne in Verdun versetzen, um dort Schüler des zu dieser Zeit sehr berühmten Abtes Richard werden zu können. Dieser vertrat die klösterlichen Reformideen, die in den Abteien Gorze und Cluny entwickelt worden waren.
Poppo reiste in der Folge viel im Auftrage Richards von Kloster zu Kloster und versuchte, diese Reformen umzusetzen. 1020 ernannte ihn Kaiser Heinrich II. zum Abt der Reichsabteien Stablo (heute: Stavelot) und Malmedy. Von dort aus verbreitete er die Reformideen über das gesamte deutsche Reich. Poppo starb auf einer Visitationsreise in Marchiennes und wurde in der Reichsabtei Stablo zu Grabe getragen. Seine Gebeine wurden am 30. Juli 1624 erhoben.
Namensbedeutung:
"Poppo" war eine althochdeutsche Verkürzung von Namen mit dem Anfang "Bod-" (z.B. Bodwin) und bedeutet "der Bote".
Darstellung:
Als Abt, mit Speer und Wolf, einen toten Hirten zum Leben erweckend.
Text: Thomas Mollen
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